Bukarest

Bernhard Schwendemann
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Zwei Tage Bukarest zum Abschluß

Nach zwei Tagen in der rumänischen Hauptstadt und ohne Sprachkenntnisse (wenn auch bei Texten manchmal die Französischkenntnisse weiter halfen) soll ich nun etwas zu dieser 2-Millionen-Stadt schreiben, nicht nur die deutschen Freunde wollten dies wissen, auch die rumänischen waren interessiert, darüber zu hören.

Am Samstagvormittag nahm mich Marius Conu zusammen mit den Jurymitgliedern zum Flughafen und Dank seiner Hilfe fanden wir dann für mich ein schönes Hotel in idealer, zentraler Lage Bukarests: herrliches Sommerwetter, Temperaturen bis knapp unter 30 Grad. Ich machte mich zu Fuß auf, die Stadt zu erkunden, mehrstündige Fußmärsche. Ein paar Eckpunkte hatte ich mir empfehlen lassen und im Reiseführer rausgesucht, unterwegs habe ich mich aber oft einfach von der Optik leiten lassen. So kam ich durch große und kleine Straßen, die im Reiseführer erwähnt werden, sondern auch durch viele, die nirgends aufgeführt sind. Hier kann man oft die nicht-touristischen Eindrücke gewinnen.

Was auffällt, überall stehen Security-Männer oder Polizei, vor dem Hotel, im Supermarkt, vor den meisten öffentlichen Gebäuden, an vielen Ecken der Stadt. Und in den Parks sind Parkwächter unterwegs. Aber auch ohne die Aufpasser hätte ich mich nirgends unsicher geführt. Sicherlich hilft dies auch die Stadt sauber zu halten, in den Parks gibt es viele Papierkörbe und es wird regelmäßig sauber gemacht, meist sind Straßenkehrerinnen unterwegs.

An diesem herrlichen Wochenende waren die großen Parks von der Bevölkerung sehr gut besucht, viele Bänke und Pixiclos machen die Parks komfortabel, zum Teil sogar WLAN (wohl damit die Eltern die Kinder in Ruhe spielen lassen). Und es gibt viele Bänke zum Verweilen.

In der Stadt gibt es alle paar Meter einen Minimarkt, wo man das nötigste einkaufen kann, von der Kleinheit her machen sie sogar den mongolischen Konkurrenz. Es gibt auch schöne Supermärkte, zum Teil mit großer Auswahl an Biowaren.

Viele sehr schöne, klassizistische Gebäude, auch Jugendstileinfluß ist zu sehen, dann die russische Zuckerbäckerarchitektur und auch Plattenbauten – mal gut renoviert, mal noch darauf wartend. Und dazwischen manche moderne Glaspaläste.

Viel Autoverkehr, natürlich viele Dacias, dann mehr Skodas und Japaner als bei uns, die meisten in gutem Zustand. Die wichtigen Straßen in und um Bukarest sind gut. Breite Boulevards mit mehreren Baumreihen links und rechts mit Platz für Fußgänger, Radfahrer und Grün. Aber leider werden die breiten Gehwege zum Teil von den Autos als Parkplätze missbraucht. Viele der gelben Taxis sind unterwegs, der Kilometer kostet gerade mal 0,35 Euro. Auch die Metro, Straßenbahn und die Busse sind sehr preisgünstig – und man muss sich nicht mit Automaten herumschlagen, in einem kleinen Häuschen sitzt eine Dame, die weiterhilft.

Ein Kaufhaus habe ich keines entdeckt, lag aber vielleicht an mir. Es gibt natürlich Mac Donalds, Starbucks, H&M, Geschäfte mit den Edelmarken. Aber es gibt nicht die uniformen Einkaufsstraßen mit den überall gleichen Geschäften, wie man sie in vielen europäischen Großstädten findet. Viele Theater, viele Museen. In der Altstadt sind die meisten Gassen den Fußgängern vorbehalten und eine Kneipe reiht sich an die nächste. An diesem schönen Samstagabend ist die Stadt voller Menschen, nach einem Platz für das Abendessen muss man suchen.

Und es gibt große Plakate mit der Telefonnummer der Antikorruptions-Hotline, Bettler am Gehwegsrand und alte Frauen und Männer, die auf kleinster Fläche vor sich auf dem Boden ein paar Früchte oder etwas Gemüse verkaufen möchten. Für uns sind die Preise allgemein recht günstig, aber für die rumänischen Einkommensverhältnisse sieht es ganz anders aus.


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