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Elektromotormodelle F1Q

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F1Q

F1Q Klassenbeschreibung

Die neueste Klasse im Freiflug sind Motormodelle mit Elektroantrieb. Die Rahmenbedingungen zur Auslegung der Modelle sind sehr weiträumig gefasst. Zur Begrenzung der Ausgangshöhe ist für jedes Modell lediglich ein individuelles Energielimit definiert. Dabei stehen je Gramm Gesamt-Fluggewicht 4 Joule Energie zur Verfügung. Die Gesamtenergiemenge ist auf maximal 2000 Joule begrenzt. Damit soll eine Begrenzung der Modelle auf eine sinnvolle Größe erreicht werden.

Um den Energieverbrauch während des Steigfluges zu überwachen, sind zwei Verfahren zulässig. Beim ersten wird ein Messlauf am Boden unter definierten Bedingungen durchgeführt und so eine maximal zulässige Motorlaufzeit für das Modell ermittelt. Damit ist keine weitere Technik im Modell erforderlich. Jedoch muss der Wettkampfteilnehmer eine relativ große Reserve einplanen, um keinen Motorüberlauf zu riskieren. Damit ist die optimale Energieausnutzung nicht möglich..

Die zweite Möglichkeit der Energiebegrenzung ist ein so genannter Energielimiter. Das ist ein kleines elektronisches Bauteil, welches im Modell eingebaut ist, den Energieverbrauch während des Fluges errechnet und den Motor nach Erreichen des Limits automatisch stoppt. Bei beiden Varianten ist eine maximale Motorlaufzeit von 40 Sekunden zulässig.

Das ermöglicht ein breites Spektrum an Modellkonzeptionen und gibt Raum zum Experimentieren. Üblich sind Spannweiten zwischen 120 cm und 240 cm. Ziel der Konstruktion ist dabei eine möglichst leichte aber dennoch ausreichend feste Struktur zu erhalten, um durch eine geringe Flächenbelastung gute Gleitflugeigenschaften zu erzielen. Die Fluggewichte der Modelle betragen je nach Größe zwischen 250 g bis 650 g.

Start und Steigflug sind ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Wertungsfluges. Diese sind nicht so rasant wie in der Verbrennermotorklasse F1C, jedoch sind durch die längere Motorlaufzeit vergleichbare Ausgangshöhen zu erzielen. Dabei steigen die Modelle je nach Trimmung sowohl in spiralförmigen Steilkreisen als auch senkrecht in den Himmel. Danach folgt in den meisten Fällen ein gesteuerter Übergang in die Gleitflugphase. Hier kommen wie in den anderen Klassen mechanische und elektronische Timer zum Einsatz.

Innerhalb eines Durchganges, der rund 60 min dauert, kann der Pilot den Startzeitpunkt selbst auswählen. Im Gegensatz zu den F1A-Piloten muss die Thermik - die aufsteigenden Luftströme - ohne Mithilfe des Modells v o r dem Start erspürt werden. Die Thermikbremse - das Leitwerk klappt hoch - unterbricht den Gleitflug nach Ablauf der vorgeschriebenen Flugzeit von 180 sec, um ein Entfliegen in der Thermik zu vermeiden. Vor allem bei stärkerem Wind kann das Modell trotzdem in dieser Zeit eine große Strecke zurücklegen und so ist das Auffinden und Zurückholen ein wesentlicher, auch sportlicher Aspekt des Freiflugs.

Nach sieben Durchgängen wird zusammengezählt. Bei Gleichstand erfolgt ein Stechen, bei dem die Piloten im direkten Vergleich gegeneinander antreten. Dabei wird die Flugzeit um jeweils 120 Sekunden gegenüber der vorher geflogenen Runde erhöht. Durch die gleichzeitig begrenzte Zeit zum Starten des Modells auf 10 Minuten (oder auch weniger) soll erreicht werden, dass alle  Teilnehmer an den Stechflügen möglichst gleiche Bedingungen haben und die beste Modellleistung entscheidet.

Durch den geräuscharmen Elektromotor ist das fliegen mit diesen Modellen auch dort möglich, wo Verbrennungsmotoren aus Umwelt- oder Lärmschutzgründen nicht eingesetzt werden können. Die Wettbewerbe erstrecken sich von lokalen Veranstaltungen über Deutsche Meisterschaft bis zu Weltcup-Wettbewerben.

Genaue Definition der Modellklassen siehe die Web-Site der FAI.

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