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CIAM Vollversammung 2005

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Am 18. und 19. März tagte die Modellflugkommission der FAI, die CIAM, in Lausanne. Das Ende des vierjährigen „rule freeze“, des Moratoriums für die Veränderung der Regeln für Weltmeisterschaftsklassen, brachte dem Freiflug eine Reihe von veränderten und neuen Regeln.

Neue Freiflugregeln ab 2006

Bei außergewöhnlichen Umständen (Unwetter) „soll“ (statt „kann“) die Jury den Wettbewerb unterbrechen oder den Start verzögern. Sie muss dann entscheiden, ob eine angefangene und unterbrochene Runde vollendet, wiederholt oder gestrichen wird. (Nachwirkung der verkorksten WM 2003 und des Blitz-Todes von Peter Harris 2004).

Nationalkennzeichen (nach IOC) und Nummer der FAI-Lizenz müssen mindestens 25 mm hoch und bei Freiflugmodellen auf der Flügeloberseite angebracht sein (galt grundsätzlich auch bisher schon).

Vorwärts anklappende Propeller sind verboten. (Wirksam seit 1.4.2005, alle anderen Regeländerugne gelten ab 1.1.2006)

Freiflugrekorde in F1D, F1L, F1M und F1N können nur von einer Person, nicht von einem Team aufgestellt werden. (David Ackery aus Neuseeland protestierte gegen einen F1N-Wurfgleiter-Rekord, für den Pappi die Modelle gebaut und Sohnemann geschmissen hat).

Bei F1A- und F1B-Modelle darf die Thermikbremse ferngelenkt ausgelöst werden (galt für F1C schon seit 1999, „Lex Köster“).

Bei F1A, F1B und F1C wird die Gesamtflugzeit gewertet, auch für die Team-Entscheidung. Längste Maximalzeit für offizielle Flüge (nicht: Stechen) bei Welt- und Kontinentalmeisterschaften sind 3:30 min in der ersten Runde (F1A) bzw. 4:00 min (F1B und F1C). (Ende der vier Jahre mit Super-Max, lässt aber Freiheit für World Cup-Wettbewerbe, längere Runden anzusetzen, für vorzeitiges Stechen oder um das Feld fürs Stechen zu verkleinern).

Treibstoff für F1C-Motoren soll aus 80% Methanol und 20 % Rizinus oder Syntheseöl bestehen. (Vorschlag von Andreas Lindner, war 2001 abgelehnt wor-den).

Bei internationalen F1E-Wettbewerben (nicht Meis-terschaften) gibt es zunächst eine allgemeine Ergebnisliste für Senioren und Junioren. Die separate Jugendwertung erfolgt auf Basis dieser Liste. Generell: Die Prozentwertung muss auf 2 Komma-Stellen abgerundet auf der Ergebnistafel erscheinen. (Wird die Maximalzeit einer Runde nicht erreicht, wird nach wie vor die längste Flugzeit als 100 % gesetzt; Ivan Horeijsi zog seinen Antrag zurück).

Ein Land kann einen World Cup in einem anderen Land austragen. Voraussetzung ist, dass der WC unter seinem Namen läuft und die Kontaktadresse dort angesiedelt ist. (Nähere Bestimmung nach Missbrauch durch Moldawien).

Neue Elektro-Freiflugklasse F1Q:

Maximales Batteriegewicht 125 g (NiCD- oder NiMH) bzw. 90 g (LiPo)

Motorlaufzeit bis zu 25 sec, vom Ausrichter festzulegen.

Die Motorlaufzeit kann am Boden demonstriert werden und wird in der Luft nach dem Modellverhalten gestoppt. Kann danach die Laufzeit im Flug nicht einwandfrei festgestellt werden, gilt die Demonstration am Boden. Motor-Überlauf im Flug gilt als Versuch (Wiederholung einmal).

7 Runden mit bis zu drei Minuten Maximalzeit.

(Der CIAM-Unterausschuss hat sich am amerikanischen Vorschlag orientiert, aber endlich einmal überflüssige Beschränkungen und Festlegungen weggelassen).