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Start News Fachausschusses Freiflug 6./7.November 2004

Fachausschusses Freiflug 6./7.November 2004

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Das Supermax ist tot – es leben 240 sec

In Vorgriff auf die international geplante Abschaffung des Supermax in Freiflug-Ebene und auf Grund mehrerer Anträge und Wünsche vieler Sportler wurde ab 2005 das Supermax auf nationalen Wettbewerben abgeschafft. In Zukunft können jedoch bis zu zwei Durchgänge mit verlängerten Maximalflugzeiten (bis zu 240 sec) geflogen werden, die dann voll in die Wertung eingehen. Für die jugendlichen WM- und EM-Teilnehmer soll in Zukunft ein Trainingwochenende durchgeführt werden. Nach den gemeinsamen Vorstellungen der Sportfachgruppe und der Luftsportjugend sollen alle Nachwuchswettbewerbe (wie Kleiner Uhu) nicht mehr mit vorgeschriebenen Modellen, sondern nur nach einheitlicher Modelldefinition geflogen werden. Wahlen gab es auf dieser Sitzung des Fachausschusses Freiflug in Stadtallendorf keine.

Erstmals tagten heuer die Fachausschüsse Fernlenkflug und Freiflug zu gleicher Zeit und im gleichen Hotel. In einer gemeinsamen Sitzung zu Beginn berichtete der Vorsitzende der Sportfachgruppe Modellflug, Klaus Böckmann, über aktuelle Themen, die alle Klassen betreffen. RC-Jugendreferent Martin Weberschock ging auf die von der Luftsportjugend auf Vorschlag der Modellflieger angekommen Änderungen der Nachwuchswettbewerbe, die des kleine Uhus, ein. Aktivensprecher Bernhard Schwendemann erläuterte die Anti-Doping-Bestimmungen, die ja auch für Modellflieger gelten.

Bericht des Vorsitzenden Gerhard Wöbbeking

Gerhard Wöbbeking berichtete über die Arbeit in den verschiedenen Ämtern, die er innehat.

Vorsitzender des FA

Entgegen seiner ursprünglichen Absicht, ist er nicht vom Amt des Vorsitzenden des Fachausschusses Freiflug zurück getreten. Zum einen brachte das Amt als Vorsitzender des CIAM-Unterausschusses Erziehung und Information weniger Arbeit mit sich als erwartet. Zum anderen hat er keinen Nachfolger gefunden.

Saalflug

Nachdem in der Cargolifter-Halle kein Saalflug mehr stattfinden kann, hat er hier weniger Aufgaben. Da die Qualifikation in niedrigen Hallen problematisch ist, habe er weiterhin die Hamburger Messehallen (15 m hoch, groß, einigermaßen glatte Decke, keine Sonneninstrahlung) im Auge. Der aktuelle Kontakt zur Messegesellschaft ist jedoch durch den DMFV blockiert worden. Er hofft, dass sich dies wieder regelt. Dann wird er hier aktiv werden.

Jugendreferent

Das Amt des Jugendreferenten erfordert vertrauens-volle Zusammenarbeit mit ihm als Vorsitzenden, da die notwendige Kooperation mit dem DMFV sehr sensibel ist. Deshalb wolle er das Amt so lange nicht besetzen, bis jemand passendes gefunden ist.

CIAM

Weiter ist er Mitglied des CIAM Unterausschusses Frei-flug (dessen Mitglieder sind unabhängig von jeweiligen nationalen Aeroclubs, aber auf Vorschlag des Aeroclubs vom Unterausschuss-Vorsitzenden ausgewählt). Als Delegierter des DAeC in der CIAM dagegen handelt er im direkten Auftrag des DAeC.

2004

Dieses Jahr hat er erstmals den Salzland-Weltcup-Wettbewerb (gleichzeitig Qualifizierungswettbewerb) organisiert, um unabhängig von Egeln und Ernst Herzog zu sein. Dieser Weltcup ist gleichzeitig die Basis für die Jugend-WM 2006 auf diesem Gelände. Gerhard Wöbbeking bedankte sich für die Unterstützung beim Salzland-Weltcup wie auch bei den anderen Aktivitäten im vergangenen Sportjahr, bei Jugendteammanager Paul Seren für sein sehr großes Engagement, bei Günter Müssig für die großartigen nationalen Wettbewerbe (mit Dieter Dauser und Manfred Zagel), bei Michael Thoma für eine super Zusammenarbeit, die weit über seinen Job hinausgeht. Die perfekte Tätigkeit von Bernhard Schüssler und Werner Ackermann sorgte dafür, dass im Bereich F1E für ihn keine Arbeit nötig war.

Zukunft des Freiflugs

Stichwort „Zukunft de Freiflugs“. Freiflug ist in Deutschland ein großer Sport mit einer kleinen Zahl an Teilnehmern, knapp 500 Leute betreiben Freiflug hier, die meisten gehen auch auf Wettbewerbe. Es gibt viele gute Wettbewerbe und wir haben einen bewährten Qualifizierungsmodus. Die Geländeprobleme nehmen zu, die Schließung von Bundeswehrgeländen dürfte nichts bringen, eher werden Naturschutzgebiete ent-stehen. Er will in Zukunft jedoch versuchen besseren Kontakt zum Militär zu bekommen, in anderen Ländern sei das ein bewährter Weg. Insgesamt gesehen haben wir drei große Flugmöglichkeiten: im Süden Manching, im Osten Salzland und im Westen Eifel.

Die Freiflug-Jugendmeisterschaft stehe auf hohem Niveau, nirgends sonst im Modellflug gebe es eigenständige Jugendmeisterschaften mit so vielen Teilnehmern. Trotzdem ist der offene Punkt der Nachwuchs – dies sei allerdings weltweit ein Problem, außer in China. Bei Veranstaltungen ist bei Kindern Interesse da, aber nach dem Balsagleiter kommt der nächste Schritt nicht; früher war das - getragen von der damaligen Flugbegeisterung - anders. Schulen (zunehmend mehr Ganztagsbetreuung) und Clubs sind die einzigen Ansät-ze. Regelmäßige Verpflichtung im Club kann kaum ein aktiver Sportler mehr eingehen. Meist gebe es nur die Alternative: entweder eigener Sport, oder Nachwuchs/Club-Arbeit. Was noch ganz intensiv läuft, ist die Nachwuchsarbeit in den Familien.

Freiflug-EM in Rumänien

Gerhard Wöbbeking bedankte sich bei Wolfgang Gerlach, der neben seiner Teilnahme in F1A auch Aufgabe des Mannschaftsführers übernommen hatte. Wolfgang Gerlach berichtete, dass Mannschaftsmitglieder zunächst skeptisch waren bei dieser Lösung; sie befürchteten, dass an ihnen zuviel Nebenarbeiten hängen bleiben könnte bei der EM. Dies wurde aber durch gute Organisation vermieden. Die Kombination Teilnehmer/Mannschaftsführer war aber nur in dem diesjährigen Rahmen möglich. In Zukunft werde er jedoch weder als Teilnehmer noch als Mannschaftsführer für EM/WM zur Verfügung stehen.

Jugend-WM in Frankreich

Teammanager Paul Seren berichtet von der Vorbereitung, Weltcup und WM. Neben den Teilnehmern waren Albert Riedlinger, Herbert Schmidt, Viktor Gopp und Josef Schalkowski als Fachleute dabei, dazu dann die Familienangehörigen - insgesamt 24 Leute über einen Zeitraum von 14 Tagen. Die Teilnahme am Weltcup vor der WM war zum Sammeln von Erfahrung bei den Ju-gendlichen sehr hilfreich. Die WM hat viel Vorbereitung gekostet und viel Einsatz, brachte letztlich keinen Er-folg, obwohl die Motivation hoch war und das Niveau nahe an der Weltklasse. In F1B hat man nur Chancen mit TAN II-Gummi und gekauften Topmodellen. In F1P muss was getan werden, hier sind wir nicht auf dem notwendigen Niveau. Mehr Vorbereitung für die EM/WM sind notwendig, von „hoch und raus“ muss man weg-kommen, Kreisschlepp ist notwendig. Jugendliche wollen keine einfachen Modelle, sondern Hightech. Trotz Bemühen hat er keine Sponsoren gefunden für das Jugend-Nationalteam.

F1E-EM in Tschechien

Bernhard Schüssler berichtete, die EM habe mit Anton Frieser als Mannschaftsführer sehr gut funktioniert, die Jugendlichen Teilnehmer mussten dank Sponsoren nichts bezahlen. Die EM war etwas „einfach“ aufgezogen, aber alles Wesentliche war ok. Das Flugmaterial ist immer wieder das Problem bei den Jugendlichen. Auch bei dem Weltcup-Wettbewerb vor der EM/WM sollten die Jugendlichen betreut werden.

F1D-WM in Rumänien

Gerhard Wöbbeking berichtete: Lutz Schramm wurde Vizeweltmeister nach seinem Sieg auf der EM 2003. Mannschaftsführer Marian Krause, gleichzeitig auch Teilnehmer, war dem Team nicht sehr nützlich. Unter den besonderen Bedingungen des Salzbergwerkes sind die Teilnehmer auf gegenseitige Hilfe besonders angewiesen.

F1E-allgemein

Bernhard Schüssler legte einen Jahresbericht vor und berichtete, alle 12 Ranglisten-Wettbewerbe und die DMM konnten geflogen werden: 42 Senioren und 14 Junioren haben teilgenommen. Schade, dass BW-Jugendliche trotz guter Ergebnisse nur an einem Dop-pelwettbewerb teilnahmen. Diskussionen gab es um den Status „Offene Deutsche Meisterschaft“ und die Organisation der DMM insgesamt.

Aktivensprecher

Bernhard Schwendemann verwies auf seinen Bericht am Vormittag bei der gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse Freiflug und RC-Flug. Die Wahl der Aktivensprecher in den einzelnen Freiflugklassen ergab (Wahlbeteiligung in Klammer in den jeweiligen Klassen):

F1A Thomas Weimer 60%

F1B Bernhard Schwendemann 48%

F1C Manfred Nogga 73%

F1D Lutz Schramm 100%

F1E Werner Ackermann 81%

Nationalmannschaften

Die WM F1ABC findet Ende Mai in Argentinien statt, das Team steht fest, der Mannschaftsführer noch offen. Voraussichtlich Werner Nimptsch, Peter Kuttler und Uwe Bundesen und Lutz Schramm als Titelverteidiger werden zur EM nach Frankreich fahren. Das Team für die EM in Rumänien steht fest, Paul Seren wird wieder Mannschaftsführer sein. Ab 2005 wird nur noch F1P, nicht mehr F1J als Alternative geflogen. Die beiden Teams F1E Senioren und Junioren für die WM in der Slowakei sind ermittelt, Anton Frieser wird wieder Teammanager sein, der Jugendhelfer steht noch nicht fest.

Nach längerer Diskussion wurde auf Antrag von Paul Seren einstimmig angenommen für alle Freiflug-Klassen:

Zur Vorbereitung der EM/WM wird generell ein gemeinsames Trainingswochenende vorgesehen, welches ca. 3 Monate vor der jeweiligen Meisterschaft vom Mannschaftsführer der Junioren-Nationalmannschaft einberufen wird. Dieses Trainingstreffen kann als eigene Veranstaltung oder im Rahmen eines regionalen/nationalen Wettbewerbs stattfinden. Teilnehmerkreis sind die jeweils 3 bestplatzierten Junioren der vorangegangenen Qualifikationswettbewerbe.

Zu diesem Trainingswochenende werden erfahrene Ex-perten der jeweiligen Flugklasse hinzugezogen, welche eine Prüfung und Bewertung des eingesetzten Materials durchführen und den Ausbildungsstand der Junioren in Abstimmung mit dem Mannschaftsführer bewerten. Bei erkennbaren Defiziten (Material und/oder Ausbildungsstand), welche nicht mehr bis zum jeweiligen Meisterschaft beseitigt werden können, kann der Mannschaftsführer im Rahmen seiner Rechte eine Umbesetzung des Teams der Modellflugkommission vorschlagen.

Junioren WM 2006

Die Vorbereitungen sind angelaufen, die Stadt Staßfurt soll Gastgeberin sein. Die beiden Weltcup-Wettbewerbe 2004 und 2005 dienen auch der Vorbereitung. Eine geeignete Startstelle muss noch gefunden werden, mit Bauern soll auch über die Fruchtfolge gesprochen werden. Ein WC-Wettbewerb vor der WM ist geplant. Viele Helfer werden notwendig sein. Nur mit zuverlässigen Partnern solle dabei zusammen gearbeitet werden.

Termine 2005

Siehe dazu den neuen Terminkalender. Einige Veranstaltungen konnten jedoch nicht festgelegt werden, da nicht alle internationalen Termine bekannt waren.

Die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft wird Ende Juli / Anfang August in Manching ausgetragen. Die „Kleinen Klassen“ werden in Zukunft gemeinsam mit den Senioren auf einem „Deutschen Wettbewerb“ geflogen. Bei mehr als drei Jugendlichen in einer Klasse gibt es eine eigene Jugendwertung. Der Antrag, die in Egeln am Termin des Salzland-Weltcup-Wettbewerbs auszutragen, wurde abgelehnt.

Die Deutsche Meisterschaft Ebene wird von Freitag-nachmittag bis Sonntagabend (12.-14.8.) ausgetragen. Am Montag (15.8.) ist Feiertag in Bayern, hier wird der „Deutsche Wettbewerb“ kleine Klassen für Senioren und Jugendliche ausgetragen. Gleichzeitig bietet sich freies Training an.

Rahmenausschreibungen

Beschlossen wurde für die Rangliste F1A,B,C: Zehn Wochen vor dem ersten Ranglistenwettbewerb müssen die Meldungen eingegangen sein, sechs Wochen vorher werden sie veröffentlicht. An der Nachmeldemöglichkeit (4 Wochen vorher gegen Aufpreis) ändert sich nichts. Die Diskussion über „Nachmeldungen“ ergab, dass 2004 die beiden Jugendlichen termingerecht auf der Geschäftsstelle gemeldet worden waren. Auch Jugendliche können sich für die EM/WM (der „Senioren“) qua-lifizieren. „Erster Ranglisten-Wettbewerb“ meint den ersten Wettbewerb der Qualifikation insgesamt.

Nach ausführlicher Diskussion wurde beschlossen in die Rahmenausschreibung aufzunehmen: Nationale Wettbewerbe übernehmen bereits 2005 die für 2006 international vorgesehene Aufhebung des Supermax. Der Wettbewerbsleiter kann in Abstimmung mit der Jury längere Maximalzeiten als 180 (120) Sekunden beschließen; die geflogenen Zeiten gehen voll in die Wertung ein.

Bis zu zweimal pro Wettbewerb, F1ABC: maximal 240 sec, F1H: maximal 150 sec. Betroffen sind davon ins-besondere die DMM und die beiden reinen Ranglisten-Wettbewerbe.

Ergänzend wurde beschlossen: Nationale Wettbewerbe übernehmen die Regelung für Weltcup-Wettbewerbe, bei denen vor Beginn der ersten Runde eine Jury bekannt gegeben werden muss, die der Wettbewerbsleiter beruft.

Bei der Mannschaftswertung der DJMM wird der Umrechnungsfaktor gestrichen, stattdessen erfolgt die Wertung in %. Die Leistung des Klassensiegers wird mit 100% gesetzt. Die Mannschaft muss aus drei Per-sonen bestehen.

Peter Mönnighoff, der zum letzen Mal als Vertreter Nordrhein-Westfalens dabei war schlug vor: für Ranglisten-Wertung soll die beste Zeit eines Teilnehmers in den beiden deutschen Weltcupwettbewerben eingehen (also Zülpich oder Salzland). Sie müsste dann als Prozent in die Endwertung eingehen (mit Bezug auf gesetzte Maximalzeit oder auf Siegerzeit). Dies soll im Laufe des Jahres diskutiert werden.

Der neue kleine Uhu

Es sind alle Freiflugmodelle bis zu einem maximalen Gesamtflächeninhalt (Tragfläche + Höhenleitwerk) von 18 qdm und mit festem, offenem Hochstarthaken (auch als Pendelhaken) zugelassen. Der Einsatz eines Zeit-schalters ist nur zur Auslösung der Thermikbremse er-laubt. Faserverbundwerkstoffe dürfen nur für Rumpf, Leitwerksträger und Flächenverbinder eingesetzt wer-den.

Die Modelle sind vom Teilnehmer persönlich per Laufstart mit einer maximal 25 m langen Hochstartleine (z.B. aus Nylon, 0,4 mm dick) zu starten. Es wird die Flugzeit vom Ausklinken bis zur Landung (Bodenberührung) gemessen, dabei wird jede volle Sekunde gewertet, maximal jedoch 60 Sekunden. Flugzeiten unter 15 sec zählen als Fehlstart und dürfen wiederholt werden. Kommt es zu drei Fehlstarts in Folge, wird die längste Flugzeit dieser Fehlstarts gewertet. Jeder Teilnehmer hat 5 Wertungsflüge, die Addition der 4 besten Durchgangsergebnisse ergibt das Gesamtergebnis des Teilnehmers. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche bis zum vollendetem 16. Lebensjahr einschließlich des Kalenderjahrs, in dem das 16. Lebensjahr vollendet wird.

Gerhard Wöbbeking empfahl, die neue Definition des kleinen UHU solle mit F1H-J übereinstimmen, deshalb auch Flächenverbinder aus Verbundmaterial. Die Dis-kussion ergab, dass Rohrholme auch mit Polyesterharz oder Weißleim geklebt werden können – diese beiden Kleber sind in den Schulen zulässig. Ferner kann mit Rohrholmen die Torsionssteifigkeit erhöht werden, um so auf Bespannpapier + Spannlack zugunsten von Folie zu verzichten.

Das neue Konzept (Freigabe der eingesetzten Modelle) soll ab 2005 umgesetzt werden. Die Luftsportjugend (LSJ) hat zugestimmt. Gespräche mit Graupner und Uhu stehen noch an. Vor allem auch in den Nicht-Verbandsorganen soll auf das neue Konzept hingewie-sen werden.

Da die Kleine Uhu Modelle jetzt weitgehend mit der Modelldefinition für F1H-J übereinstimmen und sich F1H-J und F1H-Modelle bei Jugendlichen in der Praxis kaum unterscheiden, wurde angeregt, F1H-J grund-sätzlich mit 25 m Hochstart und 60 sec Maximum zu fliegen, um eine Aufsplittung der Klassen zu vermei-den. Problem bleibt allerdings die unterschiedliche Al-tergrenze (16/14 Jahre).

Der kleiner Uhu soll eine „Jugendbewegung“ sein, keine extra „Klasse“. Die Uhu-Veranstaltungen nennen sich „Vergleichsfliegen“, nicht Wettbewerb. Auf der DJM wird weiterhin der kleine Uhu (mit 25 m und 60 sec) ausgetragen.

Simprop will 2005 ein geeignetes Anfänger-Modell pro-duzieren, es liegt niveaumäßig unter dem Schüssler-Spassvogel, wie Gerhard Wöbbeking berichtet.

Nationale Klassenbestimmungen

Der Antrag auf Zulassung von Schleuderhaken bei F1A-J wurde einstimmig zurückgestellt und soll diskutiert werden, wenn mehr Details vorliegen.

Beschlossen wurde mit 8 ja, 3 dagegen, 3 Enthaltun-gen: In den Jugendklassen F1A-J und F1H-J: sind Kunststofflaminate sind nicht erlaubt mit Ausnahme für Leitwerksträger, Rümpfe, Rohrholme und Flächenverb-inder.

Der Ausschuss beschloss, sich auf dieser Sitzung mit dem Antrag von Martin Vollbrecht auf Einführung einer „Holzklasse“ FA2 nicht zu befassen.

Gerhard Wöbbeking begründete seinen Antrag: Beginner Limited erfüllt die Bedürfnisse der Einsteiger. Auf allen Saalflug-Wettbewerben in Deutschland wird Mini-Stick geflogen, besonders in kleinen Hallen ist dies eine praktische Klasse. Beschlossen wurde „Mini-Stick“: Flügel bis 178 x 63,5 mm, Höhenleitwerk bis 50 % Flügelfläche, Motorträger volles Material bis 127 mm Länge, Rumpf ohne Propeller bis zu 254 mm lang. Propellerdurchmesser bis 178 mm. Keine Verstellpropeller, kein Mikrofilm, Mindestgewicht 0,43 g

Internationale Bestimmungen

Gerhard Wöbbeking berichtete von Vorschlägen, die bei der CIAM diskutiert werden. Vorwärtsfalten von Propellern soll wegen der Gefährdung durch die scharfen Spitzen bereits ab 2005 verboten sein.

Für F1E jetzt soll das angesetzte Maximum für die Pro-zentwertung der Bezugswert sein, nicht mehr die geflogene beste Zeit im Durchgang. Damit wird die Be-rechnung einheitlich für Jugendliche und Senioren.

Im Unterausschuss ist der Vorschlag wieder aufgekommen, den 20 sec-Fehlstart abzuschaffen, berichtete Gerhard Wöbbeking. Er habe darauf hingewiesen, dass dies Jugendlichen nicht gerecht werde und auch in an-deren Sportarten Fehlstarts möglich seien. Inzwischen wurde akzeptiert, dass es beim 20 sec-Fehlstart bleibt.

Andreas Lindner regte an, dass der DAeC bei der CIAM den Antrag einbringt, bei F1C (vorgeschriebener Sprit) auch synthetischem Öl zugelassen werden. Eine Leistungsverbesserung sei damit nicht verbunden. Vorteile: kein Verharzen der Motoren, leichteres Reinigen der Klamotten. Andere F1C-Flieger seien der gleichen Meinung. Einstimmig angenommen bei zwei Enthaltungen.

Elektrofreiflug

Gerhard Wöbbeking erläuterte, international sei inzwischen unumstritten, dass es im Freiflug eine Elektroklasse geben muss. Kräftiger Steigflug und Motorlauf-begrenzung sollen die Eckdaten sein. Sie sollen den F1C-Modelle ähnlich sein und irgendwann gemeinsam geflogen werden können (siehe auch F3A-Kunstflug). Erfahrungen gibt es bisher vor allem in GB, Frankreich, Niederlande und den USA, meist sind die Motorleistun-gen begrenzt. International sollen dagegen z.B. auch teure, drehmomentstarke Außenläufermotoren zugelassen werden.

Die Vorschläge an die CIAM sehen so aus:

Akku: NiCd, NiMH oder LiPo, maximal 12 V oder bestimmte Zellenzahl. Klapppropeller, damit man Mo-torstop erkennen kann.

Zwei Klassen sollen eingeführt werden:

F1Q: 125/100 g (NiCd, NiMH/Lipo), Minimum 32 dm², 20 sec Motorlauf, 3 min Max, 7 Flüge,

F1R: näher an F1B, 70/55 g Akku, Minimum 17 dm², 15 sec Motorlauf, 2 min Max, 5 Flüge

Die Diskussion ergab einige Anregungen und Bedenken:

- eine Elektro-Klasse reicht

- Vorgesehene Motorlaufzeit wohl zu lang (im RC-Elektroflug werden derzeit 20 m/sec Steigleistung erreicht)

- Problem Leistung der Akkus, weil sehr dynamische Entwicklung der Leistung

- Sicherungen zur Strombegrenzung sind nicht zuverlässig (Wert wird nicht eingehalten)

- Mittelfristiger Ersatz für F1P (Jugend) einplanen