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Fachausschuss Freiflug 2003

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Der Fachausschuss Freiflug stellte auf seiner jährlichen Tagung in Stadtallendorf 15./16. 11. 2003 die Weichen für das Jahr 2004. Die Hauptprobleme sind nach wie vor Gelände und Veranstalter für nationale Wettbewerbe, einen Jugendreferenten für den Freiflug zu finden sowie ein Nachwuchsmodell zu definieren und als Baukasten verfügbar zu machen. Brisant ist der Antrag, reversible Funktionen in den Modellen zu verbieten. Die zunehmende Kooperation der Sportfachgruppe Modellflug mit dem DMFV wird sich im Freiflug auswirken. Es war eine Arbeitstagung, am Samstagabend wurde sogar die erste Halbzeit des Länderspiels dem Freiflug „geopfert“. Die Arbeit war weitestgehend sachlich und am Sonntagmorgen gab sich sogar der neue Vorsitzende der Sportfachgruppe, Klaus Böckmann, die Ehre.

Bericht Gerhard Wöbbeking

Der Vorsitzende des Freiflug-Unterausschusses, Gerhard Wöbbeking, konnte nach zweijähriger Unterbrechung wieder an der „Jahreshauptversammlung der Freiflieger“ teilnehmen. 2003 war aus seiner Sicht ein ziemlich gutes Sportjahr, sein Dank ging an die dafür mitverantwortlichen Organisatoren: Günter Müssig, Michael Thoma, Peter Mönnighoff, Bernhard Schüßler, ebenso dankte er den Teammanagern der EM/WM-Mannschaften.

Zwei Streits innerhalb der Nationalmannschaften Freiflug hätten 2003 unnötig Kraft gekostet. Nach vielem Hin- und Her seien die Differenzen zwischen Claus-Peter Wächtler und Jugendmannschaftsführer Paul Seren jetzt bereinigt. Paul Seren ist bereit, weiterhin die Aufgabe des Teammanagers Jugend zu übernehmen.

Im F1ABC-Team gab es Streitigkeiten zwischen Mannschaftsführer Andreas Rink und Claus Gretter. Bis zur WM sei es dann gelungen, auch hier die Wogen zu glätten. Andreas Rink will das Amt des Teammanagers nicht mehr übernehmen.

Zu den Welt- und Europameisterschaften verwies Gerhard Wöbbeking auf die Berichte, die in den verschie-denen Zeitschriften schon erschienen sind oder noch erscheinen werden. Mehrfach war die Kritik geäußert worden, dass Gebühren und Leistung nicht zusammen passen auf vielen internationalen Meisterschaften. Ein Problem dabei sei, dass es an Veranstaltern mangle und so auf andere Länder nicht ausgewichen werden könne. Bernhard Schüßler vertrat hier die Meinung, dass in Deutschland kann mit den maximal erlaubten Gebühren keine EM/WM veranstaltet werden könne. Michael Thoma erwähnte als Gegenbeispiel ist die F3B-WM in Kirchheim/Teck.

Zur allgemeinen Verbesserung des Niveaus der nationalen Wettbewerbe hat Bernhard Schüßler eine Broschüre für mit den F1E-Regeln und Tipps für Veranstalter zusammen gestellt. Die Frage, wie das Startfeld definiert sei, ist jedoch nach viel vor umstritten. Auch die englische Fassung des Code Sportif konnte nicht eindeutig interpretiert werden.

Die Einzelstatistiken der Landesverbände werden von Gerhard Wöbbeking zu einer Übersicht zusammen gestellt.

Aktivensprecher

Bernhard Schwendemann wies darauf hin, dass er seit 2003 als Gesamt-Aktivensprecher Mitglied im Vorstand der Sportfachgruppe sei. Er habe mitgearbeitet unter anderem beim Lösen der Streits in den Nationalmann-schaften, er habe die Mitglieder der Leistungskader ü-ber die Rabattmöglichkeiten bei DSB und DSH infor-miert (Tipp: Mit dem Schreiben über die Rabatte bei VW und Audi kann man auf bei anderen Marken ähnli-che Rabatte aushandeln).

Neuigkeiten gab es auch zum Doping: durch den Druck vom olympischen Komitee auf die FAI, hat diese nun den Antidoping-Code der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) anerkannt. Probleme gebe es mit notwendigen Medikamenten, insbesondere da der Altersdurchschnitt bei Luftsportlern deutlich höher ist als in vielen anderen Sportarten. Die Doping-Listen für die internationalen Meisterschaften sollen so schnell wie möglich veröf-fentlicht werden. Solange vom Bundesinnenministerium keine Unterstützung für den Modellflug erfolgt, sind keine Dopingkontrollen bei nationalen Meisterschaften zu erwarten.

Nur drei Modellflugreferenten der Landesverbände ha-ben bei der Aufstellung der D/C-Kader für den Deut-schen Sportbund mitgearbeitet. Die ist jedoch Aufgabe der Länder und wenn Michael Thoma in mühevoller Kleinarbeit nicht eingesprungen wäre, wären den Sportlern einiges an Zuschussmöglichkeiten auf Lan-desebene entgangen.

2004 stehen wird Wahlen für die Aktivensprecher in den einzelnen Klassen an. Um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, werden die Wahlunterlagen nicht mit den Ausschreibungen verschickt, sondern es werde auf den Deutschen Meisterschaften gewählt.

Teams für EM und WM 2004

EM F1ABC Senioren in Rumänien: Die Mannschaft ist ermittelt. Stefan Rumpp schlägt Claus Gretter als Mannschaftsführer vor. Gerhard Wöbbeking sieht keine Möglichkeit, dass die MFK Claus Gretter akzeptiert.

WM F1D (Senioren und Junioren): Ort und Termin sind noch offen. Es wurde nur ein Qualifikationswett-bewerb geflogen, aber das Team ist ermittelt. Der Teammanager soll erst benannt werden, wenn der Ort der WM feststeht.

WM F1ABJP Jugend in Frankreich: das Team ist ermittelt, Teammanager ist Paul Seren, Helfer noch offen, Paul Seren möchte zwei Assistenten. Gerhard Wöbbeking plant ein Trainingswoche für jugendliche Motorflieger in Laucha.

EM F1E (Senioren und Jugend): Das Team ist er-mittelt, Ort und Termin der EM sind noch offen, der Mannschaftsführer ist noch offen.

EM und WM 2004

25.-31.7.2004 F1ABC EM in Buzau/Rumänien

08.-14.8.2004 F1ABJP Jugend-WM in Moncontour /Frankreich

Die Cargolifter-Halle ist jetzt bis März wieder benutzbar, berichtete Gerhard Wöbbeking. Er schlage vor, dort die Saalflug-WM vom 24.-28.3.2004 in Berlin-Brand zu veranstalten und kurz zuvor eine Deutsche Meisterschaft. Dies sei die letzte Change, denn dann werde die Halle umgebaut. Zeitnehmer werden gesucht, sie erhalten 144 Euro (reicht z.B. für Hotel und 20 € Verpflegung pro Tag).

Die noch offenen Termine (einschließlich der Festlegung der Saalflug-WM) werden auf der Sitzung der CI-AM Ende November festgelegt.

Internationale Wettbewerbe

Salzland Cup 2004, Weltcup-Wettbewerb, 20.-22. August, Wöbbeking/Haase (Staßfurt/ST), 20 km südlich von Magdeburg, Freitag kleine Klassen und Oldtimer, Samstag F1BC, Sonntag F1A.

Eifel Pokal 2004, Weltcup-Wettbewerb, 2.-5.September, Zülpich, Freitag F1BC, Samstag F1A.

Für einen evt. Bodeland-Cup wäre Holland oder Luxemburg als Weltcup-Träger in Frage gekommen. Termin und Gelände sind nach wie vor frei. Von Michael Thoma wurde der Veranstalter angeschrieben wegen der CIAM-Meldungen, er habe nicht reagiert.

Hangflug Oberkotzau: Weltcup am 10.Oktober.

Nationale Wettbewerbe

Es war weder ein Veranstalter für eine Deutsche Meisterschaft noch für den Ranglisten-Doppelwettbewerb außerhalb von Manching zu finden. Andererseits hat der DAeC nur das Recht, an drei Wochenenden in Manching zu fliegen, ein Termin davon „gehört“ den Bayern.

* Zülpich steht nicht für einen zweiten Wettbewerb (neben dem Weltcup) zur Verfügung.

* Peter Mönnighoff möchte nicht, dass der Eifelpokal für die Qualifikation zählt. Für die große Teilneh-merzahl sei das Gelände zu klein. Es war diskutiert worden, beide deutschen Weltcups für die Rangliste zu werten.

* Vorgeschlagen wurde, die beiden Ranglisten-Wettbewerbe an die Deutsche Meisterschaft oder an den Salzland-Cup (geht nicht, zu hohe Geländebelastung) anzuhängen: hohe Belastung für die Teilnehmer, aber weniger Aufwand für die Anreise.

Die Change, einen vierten Termin in Manching genehmigt zu bekommen, wurde als hoch eingeschätzt, deshalb wurde so geplant:

* Für die Rangliste zählt der Salzland Weltcup-Wettbewerb.

* DJM-Ebene – Manching 23.-25.7.04 (Termin der Ju-gend-WM lässt kaum noch Spielraum). Beginn Freitag frühestens 13 Uhr, Ende voraussichtlich Sonntag 15 Uhr.

* Rangliste II F1A - Manching, 24./25.7.04, Beginn Samstag 10 Uhr, Ende voraussichtlich Sonntag 15 Uhr.

* 1.+2. Rangliste I – Manching, 28./29.8.04, Beginn Samstag 8 Uhr.

* DMM-Ebene – 17.-19.9.04 in Manching, Beginn vor-aussichtlich 13 Uhr, Ende Sonntag.

* DMM-Kleine Klassen: Offene internationale Deut-sche Meisterschaft am Freitag, 20.8.2004, vor dem Salzland-Weltcup in Staßfurt.

Falls ein vierter Manching-Termin nicht möglich sein sollte, werden für die Ranglistenwertung weitere Durchgänge an die DMM angehängt (aber nur bis Sonntagabend. Für die zusätzlichen Durchgänge kann einmal mit verlängerter Maximalzeit laut Rahmenaus-schreibung geflogen werden.

Saalflug: 19.-21.3.04, offene Deutsche Meisterschaft und Ranglistenwettbewerb (einschließlich Jugend) in der CargoLifter-Halle in Berlin-Brand. Vorteil: hohe Halle für die Qualifikation wie auch die WM.

Die F1E-Termine werden von Bernhard Schüßler zusammengestellt.

Jugendreferent

Michael Schlimmer, der 2003 zum Jugendreferent gewählt worden war, ist nach kurzer Zeit wieder zurück getreten. Mit Ralf Kleine, der für dieses Amt genannt worden war, kam keine Zusammenarbeit zustande, berichtete Gerhard Wöbbeking. Frank Adametz ist zu einer gewissen Mitarbeit am Schülermodell bereit, nicht aber das ganze Amt des Jugendreferenten zu über-nehmen. Er hat ein F1A-Nachwuchsmodell ausschließlich aus Graupner-Katalogteilen entworfen und gebaut.

Einsteigermodell

Die mehrjährigen Bemühungen im Fachausschuss für ein Einsteigermodell haben bis jetzt kein konkretes Ergebnis gebracht.

Gerhard Wöbbeking hat mit dem DMFV zwei Gespräche über Ansteigermodelle geführt. Das DMFV Einsteiger-modell SE1 sei recht brauchbar, es sei ähnlich dem früheren kleinen Uhu. Gerhard Wöbbeking sei gebeten worden, den DMFV in Fragen der Einsteigermodelle zu beraten. Er werde in der Zeitschrift des DMFV einen Artikel schreiben über Modelle, die für die Schülermeisterschaft F1H-S in Frage kommen. Der DMFV ar-beitet mit Simprop zusammen bei den Anfängermodellen, Simprop sei hierbei sehr flexibel und kooperativ.

Der Ansatz von Gerhard Wöbbeking für die Weiterar-beit: Auf dieser Ebene mit dem DMFV und Simprop zu-sammenzuarbeiten. Die Zusammenarbeit mit der Luft-sportjugend des DAeCs sei äußerst frustrierend und Graupner habe kein Interesse am Freiflug.

Bernhard Schwendemann befürchtete, dass das Projekt endgültig scheitern werde, wenn nun nicht klare Beschlüsse gefasst werden darüber was wir wollen und wie dies dann auch umgesetzt werde. Alles von unsi-cheren Möglichkeiten in der Zukunft abhängig zu machen, führe nicht ans Ziel.

Resultat einer längeren Diskussion:

• Gerhard Wöbbeking wird die Referenten regelmäßig über die Gespräche mit dem DMFV informieren.

• Gerhard Wöbbeking wird über das Treffen am 21./22.2.04 mit Modellflugjugend zur Nach-wuchsarbeit im Modellflug informieren.

• Bernhard Schüßler soll die Arbeit an dem Modell (F1H-S) fortführen, einen Bauplan und ein fertiges Modell erstellen, damit diese vorgestellt werden könne bei den Gesprächen im Februar. Der Plan sollte auch in größerer Menge erhältlich sein. Bern-hard Schüßler ist dazu bereit. Bernhard Schüßler sucht sich einen fachlichen Ansprechpartner in sei-ner Nähe, z.B. Ralf Kleine oder Peter Kuhl. Wolfgang Gerlach ist bereit, die Modelle zu bauen.

Wettbewerbspraxis

Zeitnehmerproblematik

Gerhard Wöbbeking wies darauf hin, dass Zeitnehmer zu finden noch relativ gut funktioniere bei Ranglisten-wettbewerben, bei anderen nationalen Wettbewerben sei gegenseitiges Stoppen der Teilnehmer sinnvoll, wenn genügend Zeit zur Verfügung steht. Wie solle bei deutschen Meisterschaften verfahren werden?

Thomas Weimer und Wolfgang Gerlach waren der Mei-nung, nicht so wie beim Volkswind Cup in diesem Jahr, wo sich die Teilnehmer gegenseitig stoppen mussten. Im kleinen Kreis sei das was anderes.

Vorschlag Gerlach: „Wie auf internationalen Wettbe-werben auch üblich, sollte auf LV-Startstellen verzich-tet werden und eine gleichmäßige (z.B. in alphabeti-scher Reihenfolge) Belegung der Startstellen (mit z.B. fünf Teilnehmer) vorgenommen werden unter Zuteilung von 2 gemischten Zeitnehmern (nach der Regel 1 Zeit-nehmer pro 4 Teilnehmer). Damit wird das Konkurrenz-Verhalten reduziert und die Kameradschaft unter den LV gefördert.“ Gegenseitige Hilfe an der Startstelle durch die anderen Teilnehmer der LV wurde in der Dis-kussion als wichtiger Punkt herausgestellt.

Lärm beim Motorfliegen

Der mangelnde Schutz der Piloten und der Zeitnehmer vor dem Lärm der Motormodelle wurde von Wolfgang Gerlach kritisiert, zumindest die Jugendlichen müssten geschützt werden. Günter Müssig wies auf das Ge-räuschlimit von 84 dBA bei RC-Modellen hin, 105 bis 110 dBA erreichten dagegen F1C-Motoren. Inzwischen gebe es kleine, wirksame Gehörschutzvorrichtungen. Manche Piloten sagen, sie könnten den Motor nicht be-urteilen, wenn sie Gehörschutz tragen.

„Den Piloten von Motormodellen und vor allem den Jugendlichen empfiehlt der Fachausschuss Gehörschutz zu tragen. Den Jugendlichen wird der Gehörschutz vom Fachausschuss kostenlos zur Verfügung gestellt.“

Abstimmung: einstimmig angenommen

Deutsche Jugendmeisterschaft

Wer welche Preise bekam bei der Deutsche Jugendmeisterschaft wurde von Paul Seren kritisiert, die Prei-se sollten gerechter verteilt und für Freiflug passender sein. Bernhard Schwendemann kritisierte, dass es bei der Deutschen Meisterschaft und der Jugend-meisterschaft über den ganzen Wettbewerb keine Zwi-schenergebnisse gegeben hatte.

Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft wurde ein Teilnehmer mit falschem Geburtsdatum (1.1.89) nachge-meldet (nicht vom Mannschaftsführer), nachdem der Teilnehmer zuvor mit richtigem Geburtsdatum (31.12.88) als Schüler abgelehnt worden war. Der Be-troffene wurde Deutscher Schülermeister in F1A-S. Ge-gen die Wertung wurde Protest eingereicht. Selbst nach dem Hinweis an den Verein wurden die falschen Ergeb-nisse noch publizistisch ausgewertet.

„Die Ergebnisliste wird korrigiert, der richtige Sieger bekommt eine neue Goldmedaille. Silber und Bronze werden entsprechende weiter gereicht. Der Vorsitzende der Sportfachgruppe, Klaus Böckmann, wird an Ernst Herzog einen passenden Brief schreiben.“

(Abstimmung: einstimmig bei drei Enthaltungen)

Modellkennzeichnung

Die Modellkennzeichnung ist trotz der klaren Vorschriften international wie national mangelhaft. In die Rahmenausschreibung der nationalen Wettbewerbe wird aufgenommen, dass die Modelle korrekt gekenn-zeichnet sein müssen.

Anträge

Vorbemerkung

Bei Erstellung der Ausschreibungen etc. ab 2004 werden nach den Vorgaben des DSB die Begriffe geändert:

Bis 14 Jahre: aus „Schüler“ wird „Jugendlicher“

Bis 18 Jahre: aus „Jugendlicher“ wird „Junior“ („junior“ im Englischen)

Schülermeisterschaft

„Jugendliche unter 14 Jahre, die im Deutschen Modell-flieger Verband (oder gar nicht) organisiert sind, wer-den ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen.“ … an der Schülermeisterschaft F1H-S und F1A-S teilzunehmen. Hintergrund ist die Kooperation des Modellflugs im DMFV und DAeC. Abstimmung: einstimmig

Schülermannschaftsmeisterschaft

„Auf der DJM wird eine Jugendmannschaftsmeister-schaft und eine Schülermannschaftsmeisterschaft aus-geflogen.“ (Bisher gab es nur eine, gemeinsame Aus-wertung) Abstimmung: einstimmig

„Schülerwertungen können für die Jugendmannschaft gewertet.“ Abstimmung: 3 ja, 8 nein, 3 Enthaltungen

Gemischte Teams

„Keine Teams für die Mannschaftsmeisterschaften anerkennen, die sich aus Modellfliegern aus mehreren Landesverbänden zusammensetzen.“

Steht heute so in der Rahmenausschreibung – aber 2000 wurden vom FA-F1 gemischte Mannschaften er-laubt. Abstimmung: 5 ja, 6 dagegen, 2 Enthaltungen

D.h. die Rahmenausschreibung muss an den Beschluss von 2000 angepasst werden – es sind also gemischte Mannschaften erlaubt.

Flugzeit F1H

„Bei F1H kann in einem beliebigen Durchgang ein Su-permax mit 150 sec geflogen werden“ (nationale Regelung): Abstimmung: 12 ja, 2 Enthaltungen

F1J und F1P

„F1J und F1P werden wie bei internationalen Jugend-meisterschaften üblich gemeinsam ausgeschrieben und auch beim Ranglistenwettbewerb I für Jugendliche geflogen.“ (7 Durchgänge auf 180 sec). Abstimmung: einstimmig angenommen

Startgebühren

„Nachmeldungen sind bis 4 Wochen vor dem ersten Ranglistenwettbewerb sind gegen eine zusätzliche Ge-bühr von 10 Euro möglich (gilt auch für startgeldfreie Junioren)“. Abstimmung: einstimmig angenommen

Bei der Nachmeldegebühr für Deutsche Meisterschaften bleibt es.

DJM: Startgebühr € 10,- (statt 7,50), jede weitere Klasse € 5,-; Mannschaften € 6,- Abstimmung: 9 ja, 2 dagegen, 3 Enthaltungen

DMM: Startgebühr für Mannschaften € 9,- statt € 6,-

Abstimmung: einstimmig angenommen

Reversible Funktionen

„Verbot aktiver Baugruppen oder Bauteile bzw. Kom-binationen mehrerer Baugruppen oder Bauteile, welche im freien Flug reversible Steuerfunktionen für den Kurvenflug ausüben bzw. ausüben können.“

Angesprochen sind elektronische Zeitschalter mit fester Verbindung von dem Servo zu den Rudern etc., denn so ist potenziell fernsteuern möglich, dies ist auch nicht kontrollierbar. Der Antrag von Sachsen-Anhalt ist ge-dacht als Anregung für eine internationale Regelung, nicht als eine nationale Sonderregel. Problem ist, dass heute viele elektronische Steuerungen mit Servos und Leinen oder Gestängen arbeiten und damit unter dieses vorgeschlagene Verbot fallen. Gerhard Wöbbeking wird den Vorschlag in den CIAM-Unterausschuss einbringen.

F1C-X

„Die „Offene Motor-Versuchsklasse“ F1C-X als Offene Motorklasse national einführen.“ F1C-X war 1999 als provisorische Klasse eingeführt worden, die Probezeit ist nun abgelaufen. Gerhard Wöbbeking sieht weitere Möglichkeiten in dieser Klasse, die auch in anderen Ländern geflogen wird. Gegenargument waren die vier Motorklassen (C, J, P, X) bei der kleinen Anzahl von Motorflieger. Da die Motorenklassen im Umbruch sind, sollte F1C-X jedoch nicht gestoppt werden.

„Probezeit um weitere vier Jahre verlängern“ Abstimmung: einstimmig angenommen

Elektro-Freiflug

„Überarbeiten der Klasse F1C-Elektro nach internatio-nalen Vorbildern bis zur FA-Sitzung 2004“. Die deut-sche Definition ist durch die technische Entwicklung ü-berholt. In anderen Ländern gibt es verschiedene E-lektroklassen. USA wird jetzt beantragen, Elektroflug als provisorische Klasse F1Q aufzunehmen. In den Nie-derlanden gibt es eine Elektroklasse, in England gibt es zwei (eine passend zu P30, eine zu F1C-X).

Antrag zurückgezogen. Abwarten, was international be-schlossen wird.

Nationale Sonderregelung F1K

„Streichen der Sonderbestimmung F1K für nationale Wettbewerbe“

Abstimmung: einstimmig angenommen

P30

„Übernahme der internationalen Gummimotorklasse P 30:

? Spannweite und Länge über alles höchstens 30 Zoll = 762 mm

• Frei käuflicher Plastikpropeller bis zu 9,5 Zoll = 241 mm Durchmesser. Der Propeller darf ausgewogen, aber nicht in seiner Form verändert werden. Ebenso darf die Nabe bearbeitet werden, aber nur für den Freilauf, nicht zum Klappen.

• Mindestgewicht der Zelle 40 g.

• Bis zu 10 g Gummi sind erlaubt; der Gummi muss vollständig vom Rumpf umschlossen sein.

• Flugzeit 5 x 120 sec, danach Stechen“

Gerhard Wöbbeking zu seinem Antrag: Die Klasse ist i-deal als Einstieg in das Fliegen mit Gummimotormo-dellen und gleichzeitig Herausforderung für erfahrene Modellflieger. Ist in vielen Ländern, vor allem in den USA und in GB, ist sie sehr verbreitet, auch Baukästen sind verfügbar. Dagegen standen die Bedenken, eine weitere Gummi-Klasse aufzunehmen, der Bedarf sei fraglich, P30 ist keine FAI-Klasse. Abstimmung: „Als provisorische Klasse aufnehmen“: 8 ja, 2 nein, 4 Ent-haltungen.

Aktuelle CIAM-Themen

Bei der CIAM führt die abnehmende Zahl der F1C-Piloten zu dem Gedanken, eine neue Definition parallel zu F1C fliegen, die dann langfristig F1C ersetzen soll - ähnlich zu dem Verfahren bei den Jugendlichen in F1P/F1J.

Gerhard Wöbbeking wies darauf hin, dass erst 2005 die Entscheidungen gefällt werden für 2006 – 2006 ist der nächste Termin, an dem größere Regeländerungen in Freiflug-Ebene möglich sind.

Derzeit gebe es Vorschläge das Supermax abzuschaf-fen. Ein Vorschlag möchte eine Prozentwertung wie bei F1E. Wahrscheinlicher ist die Rückkehr zur früheren Regelung, bei der ein längerer Durchgang voll gezählt wurde.

Diskussionen laufen im CIAM-Unterausschuss, welche Regelverstöße bezüglich der Modelldefinition zu welcher Strafe führen (z.B. Streichen eines Durchganges oder Ausschluss vom ganzen Wettbewerb).

Kostenplanung

Der Etat des Fachausschuss weist im Haushalt 2003 derzeit ein Plus von 400 Euro auf. 200 Euro hat der Hangflug bekommen für ein Jugendtraining 2004 auf der Wasserkuppe. 2590 Euro gingen aus dem Freiflug-Etat an die Nationalmannschaften. Der Plan für 2004 wird jetzt an die neuen Startgebühren angepasst. Für Nationalmannschaften sind im Freiflug-Topf 2975 Euro vorgesehen.

Ehrungen

Der Ikarus-Pokal wurde einstimmig vergeben.

Ehrungsvorschläge von der Sitzung FA-F1 2002 waren 2003 nicht bearbeitet worden. Dies soll nun 2004 geschehen.

Sportfachgruppe

Klaus Böckmann ist nun seit fast einem Jahr Vorsitzen-der der Sportfachgruppe Modellflug im DAeC. Er be-richtete, es habe sich viel bewegt in diesen knapp zwölf Monaten, es sei ein erfolgreiches Jahr gewesen, auch sportlich: 7 Welt- und Europameister (davon 6 Junio-ren) und zwei Weltcup-Siege, quer durch alle Modell-flug-Kategorien.

Die Atmosphäre zwischen DAeC-Vorstand und Sportfachgruppe habe sich stark verbessert und sei nun sehr gut. Sehr gut sei auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Generalsekretär Daniel Dornheim. Die Zusam-menarbeit mit dem DMFV sei 2003 ein Schwerpunkt. Die konkrete Arbeit habe sich im DAeC nun vom DAeC-Präsidium auf die Sportfachgruppe verlagert.

Sehr schade sei, dass der Freiflug keinen Jugendreferenten gefunden hat. Im RC-Bereich gebe es inzwischen mehrere, fachspezifische Jugendreferenten, jüngere Leute können hier besonders erfolgreich sein.

Ein neues Problem habe sich mit §52 der Abgabenord-nung ergeben. Modellflug ist gemeinnützig und vom DSB als Sport anerkannt, aber im §52 nicht als „Sport“ gemeinnützig. Dies könne jetzt bei den Sparmaßnah-men in den Ländern zu Schwierigkeiten führen.

Eine neue Richtlinie des Deutschen Sportbundes regelt die Zuschussmöglichkeiten für Sportler auf Landesebe-ne. Diese Förderung hängt in Zukunft nur noch von den Erfolgen der Jugendlichen und Junioren ab. Beim Zu-sammenstellen der internationalen Platzierungen habe sich gezeigt, dass 2002 und 2003 die deutschen Jugendlichen und Junioren weltweit an der Spitze lagen.

Er sei sehr betrübt über die sehr bescheidene Nachwuchsarbeit mit dem Kleinen Uhu und über die Luftsportjugend des DAeCs. Die Diskussion mit den Landesjugendleitern ergab allerdings auch, dass die Modellflieger für die Luftsportjugend keine Ansprechpartner auf Landesebene haben. Hier bewege sich leider kaum etwas. Für die Tagung des Arbeitskreises Modellflug in der Luftsportjugend im Februar ist die Mitarbeit der Modellflug-Landesjugendvertreter sehr wichtig.

Michael Thoma wird ab 2004 zu 75% (statt bisher 50%) dem Modellflug zur Verfügung stehen, voraussichtlich ab 2005 dann zu 100%. Dazu ist aber eine Beitragserhöhung ab 2005 notwendig.

 

Alle Rahmenausschreibungen und Ausschreibungen für nationale Wettbewerbe werden ab 2004 auf der Web-Seite des DAeC zur Verfügung gestellt. Über neue Do-kumente etc. wird der Modellflug-Newsletter informie-ren. Jeder Wettbewerbsflieger sollte diesen Newsletter deshalb abonnieren: www.daec.de/kontakt/news.htm

Verschiedenes

BeMod-CD

Für Erstellung von Schulungsunterlagen etc. können von Peter Ritz per E-Mail „offene“ (bearbeitbare) Ka-pitel aus der BeMod (*.rft) bezogen werden.

Gold-C mit drei Diamanten

Wolfgang Gerlach will die Sportler motivieren, dieses Leistungsabzeichen zu beantragen. Es müsse sehr viele Freiflieger geben, welche die Bedingungen erfüllen, aber die Ehrung nicht beantragt haben.

Nächste Tagung

2004 wird es Verschiebungen der Tagungen geben müssen, da mehrere Messen um den 19.-21.11. 2004 statt finden und die MFT nicht gleichzeitig sein kann. Die Sitzung des FA-F1 wird (parallel mit dem FA-F3) am 6./7.11.2004 in Stadtallendorf stattfinden