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Modellflugtagung 2002

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Neuer Vorstand für die Modellflieger

Modellflugtagung 2002 in Dessau wählte neu

Die Modellflug-Kommission (MFK) wurde auf der Modellflugtagung (MFT) 2002 vom 23.-24.11.02 in Dessau (ST) neu gewählt. Der bisherige stell-vertretende Vorsitzende Klaus Böckmann (HH) löst nach 12-jähriger Amtszeit Dieter König als Vorsitzenden der Sportfachgruppe ab. Insgesamt wurde der Vorstand verkleinert und einige Auf-gaben in der MFK neu besetzt. In die Neubeset-zung wurde einige Hoffnung gesetzt, da sich in der Vergangenheit gezeigt hatte, dass die "Che-mie" zwischen dem DAeC-Vorsitzenden und dem Modellflug-Vorsitzenden nicht gestimmt hatte. Bei den Diskussionen nahm die Klärung des Ver-hältnisse zum Deutschen Modellfliegerverband DMFV breiten Raum ein, wie auch die Informati-onspolitik des Vorstandes des DAeCs. Seit kurzem gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen DAeC und DMFV. Nach den Abschlüssen und der Pla-nung wird der Haushalt der Sportfachgruppe in den Jahren 2001 bis 2003 mit einem Überschuss abschließen, nachdem er in den früheren Jahren öfters rote Zahlen geschrieben hatte.

Ehrungen

Neben allen Vertretern der 16 Landesverbände und den Mitgliedern der Modellflugkommission nahmen an der zweitägigen Tagung am Ufer der Elbe auch der für den Modellflug zuständige DAeC-Vizepräsidenten Herrmann Kleber und der Geschäftsführer der Sportfachgruppe Michael Thoma teil.

Mit der bronzenen Ehrennadel des DAeCs wurde Kristi-an Töpfer (SN) ausgezeichnet, mit der silbernen Eh-rennadel Kurt Niemeyer (NI), Adolf Middeldorff (SH), Helmut Steinigeweg (NW), und Michael Thoma (SN). Die goldenen Ehrennadel erhielt Willi Wahl (BY), MFK-Vorsitzender 1981-1991, dann bis 2002 Fachreferent für Umwelt und Gelände und Dieter König (NW) 17 Jahre lang Modellflugreferent in NW, dann Presserefe-rent der MFK, seit 1991 Vorsitzender der Sportfach-gruppe Modellflug. Dieter König wurde auch zum Eh-renvorsitzenden der Sportfachgruppe gewählt.

Bericht des Vorsitzenden D. König

Im Januar habe in der Bundesgeschäftsstelle ein Gespräch über verbandsinterne Kommunikation statt ge-funden. Auslöser sei gewesen, dass der Vorstand der MFK von einem Vier-Augen-Gespräch der Präsidenten von DAeC und DMFV erst nachträglich aus der Presse erfahren habe. Das interne Gespräch sei nicht sonder-lich erfolgreich verlaufen. Später habe es noch eine Vorstandssitzung zu diesem Thema gegeben.

Auf der Nürnberger Messe habe das traditionelle Ge-spräch mit der Firma Graupner statt gefunden. Graup-ner sehe einige Dinge der Luftsportjugend kritisch.

Auf der DMFV-Hauptversammlung habe die Ansprache des Präsidenten des DAeC-Landesverbandes Bremen Werner Redeker Furore gemacht.

Fast alle Antragsteller auf Zulassung ihrer Großmodel-le, die beim DAeC eingegangen sind, seien DMFV-Modellflieger – das spreche für sich.

Die Mitgliedsbeiträge für Modellflieger seinen in den LVs immer noch sehr unterschiedlich, im Baden-Württemberg werden sie nun sogar noch erhöht wer-den.

Bei der Aero 2003 in Friedrichshafen werde der DAeC eine große Halle füllen. Die Modellflieger sollen eine gemeinsame Halle für DMVF und DAeC bekommen. Es werde aber keinen gemeinsamen Stand geben.

Bericht Klaus Böckmann

Mit Martin Webeschock, dem F3-Jugendreferenten, ha-be er die erste Deutsche Jugendmeisterschaft in F3B-Jugend organisiert, sie habe viel Anklang gefunden und sei mit 40 Jugendlichen recht erfolgreich gewesen.

Eine DAeC-Sportlerehrung habe 2002 nicht stattgefunden. Er arbeite in einer Gruppe mit, die ein neues Kon-zept für eine Sportlerehrung, die nach innen und außen wirken solle, erarbeite.

Bericht Christian Töpfer

Der Modellflug im Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe werde von ihm für die MFK betreut. Vom Symposium werde es über das Modellflugarchiv Manuskripte geben. Weiter habe er sich um die Ausgestaltung der Ausbildung von Modellflug-Übungsleitern gekümmert. Unterlagen seinen bei ihm zu bekommen.

Bericht des DAeC-Vizepräsidenten

Zur schlechten Informationspolitik des DAeCs habe es auch im eigenen Haus harsche Kritik gegeben. Über das Gespräch beider Präsidenten in Friedrichshafen sei auch der Vorstand schlecht informiert gewesen. Mit dem parlamentarischen Abend sei es sehr gut gelun-gen, den DAeC einschließlich des Modellflugs den Abgeordneten und Vertretern von Öffentlichkeit und Presse vorzustellen. Er solle voraussichtlich alle zwei Jahr stattfinden.

Die Fesselflug-Weltmeisterschaft in Sebnitz sei her-vorragend gewesen. Es bleibe jedoch ein Problem zu-rück, das mit MFK und dem Verein besprochen werden müsse. Einen Schuldenberg von 50 000 € habe die WM hinterlassen. Die angeforderten Originalunterlagen ha-be der DAeC bisher nicht erhalten. Ohne diese könne er nicht helfen. In Zukunft müsse bei solchen Veranstal-tungen der DAeC und die MFK mehr mit im Boot sein. Es könne nicht mehr alles dem durchführenden Verein überlassen werden. Die WM-Segelflug in Bayreuth habe ein ähnliches Problem hinterlassen, da dem Innenmi-nisterium die Buchhaltung nicht präzise genug sei, um Zuschüsse auszuzahlen. Der FAI stünden bis heute die WM-Ergebnisse der Klasse F2B nicht zur Verfügung.

Herrmann Kleber lobte Klaus Böckmann und die Mo-dellflieger insgesamt für die Finanzführung in den letz-ten Jahre.

Der abgeschlossene Kooperationsvertrag DAeC-DMFV sei nicht problematisch, die Behörden forderten ein einheitliches Auftreten der Verbände ihnen gegenüber. Im Zweifelsfall sei der Vertrag auch kurzfristig kündbar.

Bericht Sportbestimmungen

Peter Ritz: da sich die Zustimmung zu den März-Protokollen der CIAM stark verzögert hatte, konnte BeMod-CD 2002 erst so spät veröffentlicht werden. 2003 sollen diese Unterlagen nicht abgewartet werden, CD soll spätestens im März 2003 verteilt werden. E-ventuell spätere Nachträge werden im Internet auf der DAeC Webseite dargestellt.

Bericht Leistungssport

Walter Hildel: Die Kaderlisten 2002 liegen beim Lan-dessportbund Nordrhein-Westfalen zum Abruf durch die LSB und DSB. Bis Mitte Januar braucht er die Daten für die Kader A, B, C, C/D. Für den C/D sind die Landes-verbände gefordert. Sportzeugenausweise zu verlän-gern ist auch seine Aufgabe. Auch für Sportler bei der Bundeswehr und im Zivildienst ist er jetzt zuständig.

Bericht des Aktivensprechers

Bernhard Schwendemann wies auf die unbefriedigende Lage bei der FAI-Sportlizenz und der Zusammenarbeit DSB mit Modellflug im DAeC hin.

Über den Freiflug berichteten Günter Müssig und Ger-hard Wöbbeking, über den RC-Flug Adolf Middeldorff.

Neuwahlen

Mit der Entlastung war die dreijährige Amtszeit der MFK beendet.

Vorsitzender: Klaus Böckmann (neu), stellvertretender Vorsitzender: Kurt Niemeyer (neu), Vorsitzender des Fachausschuss Freiflug: Gerhard Wöbbeking, Vorsit-zender des Fachausschuss Fernlenkflug: Adolf Middel-dorff, Fachreferent für Presse und Information: Helmut Steinigeweg, Aktivensprecher Bernhard Schwende-mann (direkt von den Sportlern gewählt).

Die weiteren Mitglieder der Modellflug-Kommission: Fachreferent Fesselflug: Wolfgang Gromann, Fachre-ferent Raketenflug: Steffen Mieleh, Fachreferent FAI: Gerhard Wöbbeking, Fachreferent für Leistungssport: Walter Hildel, Fachreferent für Recht und Versicherun-gen: Stefan Siemens (neu), Fachreferent Modellflugbe-stimmungen: Peter M. Ritz, Fachreferent Modellflugge-lände: Dieter Behrmann (neu), Fachreferent Umwelt: Willi Wahl, Archivar des Berthold-Petersen-Modellflug-Archivs: Horst Jung, Beauftragter der MFK für das Mu-seum Segelflug mit Modellflug auf der Wasserkuppe: Christian Töpfer. Nach den Beschlüssen der MFT 2001 entfallen die Ämter: dritter und vierter Vorsitzender, Jugendreferent (Jugendreferenten wird es jetzt näher an der Basis in den einzelnen Fachausschüssen geben), Koordinator für die Uhu-Wettbewerbe.

Positionspapier der MFK

Klaus Böckmann erläuterte das Positionspapier zur Zu-sammenarbeit DAeC mit DMFV, das der MFK-Vorstand erarbeitet hatte. Der favorisierte Vorschlag erfordert eine Anpassung der DAeC-Satzung. Bei Beitritt nach heutiger Satzung wäre der Verband außerhalb der Sportfachgruppe im DAeC Mitglied. Deshalb wurde vor-geschlagen, dass der DMFV wie ein Landesverband beitreten und mitarbeiten könne. Die Modellflug-Sportfachgruppe hätte dann finanzielle Vorteile. „Wie ein 17. Bundesland“ wäre dann der DMFV zu behan-deln. Die DMFV-Mitglieder hätten dann die normalen Rechte im DAeC. In die Landesverbände eintreten wer-de der DMFV sicherlich nicht. Durch die deutlich er-höhte Mitgliederzahl könnten die Beiträge sinken, die LV müssten dadurch weniger abführen an den DAeC-Bundesverband und hätten auf diese Art mehr Geld in der Kasse.

Herrmann Kleber sieht ein großes Problem darin, weil die LV ganz sicher dagegen wären, da dieser Vorschlag an ihnen vorbei ginge.

Dieter König sieht es sehr schwierig und langwierig ei-ne Lösung zu finden, da 7 Sportfachgruppen und 16 Landesverbände zustimmen müssten.

Nach einem Gespräch unter den Landesmodellreferen-ten wurde zu den bisherigen Gesprächen zwischen DAeC und DMFV und als Basis für das Positionspapier von der MFT beschlossen:

„Bewertung der Arbeitsgrundlage der MFT zum Positi-onspapier der MFK zu einem möglichen Beitritt des DMFV in den DAeC.

1) Wir begrüßen die politischen Gespräche der beiden Präsidenten.

2) Ja zum stufenweisen Ausbau der Kooperationsbezie-hungen zwischen DAeC und DMFV.

3) Die MFT ist der Meinung, dass bei weiteren Ver-handlungen die MFK als Vertreter der DAeC-Modellflieger einbezogen werden muss.

4) Der leicht modifizierten Fassung des Positionspa-piers stimmen wir zu."

Kooperationsvertrag

Zwischen DAeC und DMFV wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, der die grundsätzlichen Spielregeln für konkrete Zusammenarbeit festlegt. Bereits beschlossene Projekte sind: Aero 2003 in Friedrichshafen, Vereinbarung gemäß Einwilligungsvertrag (Groß-modell-Zulassung), Blaue Flagge, Bundesnaturschutzgesetz. Eine weitere Arbeitsgruppe für die NfL-Überarbeitung kommt hinzu, die Arbeit hat bereits begonnen.

Luftsportjugend

Die Anträge, welche die Luftsportjugend auf der DAeC-Hauptversammlung zum Ausgleich der Defizite stellen möchte, stießen auf einigen Widerspruch in der MFT. Es wurde vorgeschlagen, die Luftsportjugend solle sich aus Laucha zurück ziehen. Herrmann Kleber betonte, das Haus der Luftsportjugend in Laucha (HDL) solle aus politischen Gründen nicht geschlossen werden, es befinde sich aber in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Das HDL sei im Prinzip unabhängig vom DAeC und von der Luftsportjugend. Das HDL führe Kurse etc. im Auftrag der Luftsportjugend durch. Die Luftsportjugend und das HDL hätten hohe Ausgaben, aber kein schlüssiges Sanierungskonzept. Eine Aufschlüsse-lung der Ausgaben (z.B. tatsächliche Kosten pro Über-nachtung und pro Kurs) bekomme man nicht und sei auch aus den vorgelegten Zahlen nicht zu errechnen. Deshalb sei unklar, wo die Defizite eigentlich entstünden.