Thermiksense

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Fachausschuss Freiflug 2002

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Zwei neue Leute im Fachausschuss

Gerhard Wöbbeking weiterhin Vorsitzender der Freiflieger

Das wohl wichtigste Ergebnis der Tagung des Fachausschusses Freiflug am 16./17. November in Stadtallendorf (HE) war die Wahl von Thomas Weimer (BB) zum Referenten F1-Ebene und von Michael Schlimmer (SA) zum Jugendreferenten. Gerhard Wöbbeking bleibt weiter Vorsitzender, Günter Müssig sein Stellvertreter. Auch an den weiteren Positionen hat sich nichts verändert. Die Rahmenausschreibungen wurden an die neuen Regeln angepasst, damit dürfte es 2003 weniger Missverständnisse auf den Ranglisten—Wettbewerben geben. Eine weitere wichtige Aufgabe war die Aufstellung der Terminkalender, insbesondere für F1-Ebene. Die Sitzung wurde von Günter Müssig geleitet, da Gerhard Wöbbeking nach seinem Unfall noch nicht dabei sein konnte. Es gab bei einigen Themen durchaus kräftige Dis-kussionen, die Sachlichkeit blieb aber nie auf der Strecke. Ganz werden sich manche "Längen" in solchen Sitzungen kaum vermeiden lassen, aber trotzdem war man eine Stunde vor der geplanten Ende fertig.

Eröffnung

Getagt wurde von Samstag 11 Uhr bis Sonntag 13 Uhr. Am Freitag Nachmittag hatten sich bereits Günter Müs-sig, Dieter Dauser, Michael Thoma und Bernhard Schwendemann zur Vorbereitung der Jahrestagung getroffen. Bei der Eröffnung galt der Dank von Günter Müssig dem Geschäftsführer Michael Thoma und seinen Helfern in der Bundesgeschäftsstelle in Braunschweig. Neu bei der Tagung dabei waren Raimund Brinker (als Stellvertreter für NI) und als Gast Andreas Rink (HE), vielleicht der Nachfolger von Dieter Dauser. Nicht ver-treten war Rheinland-Pfalz und das Saarland insge-samt 15 Anwesende, davon 14 mit Stimmrecht. Um mehr Klarheiten mit dem Protokoll zu gewinnen und um es auch rasch zur Verfügung zu haben, wurde während der Sitzung mitgeschrieben und der Text mit LCD-Projektor nach jedem Punkt an die Wand geworfen zur Zustimmung.

Bericht des Vorsitzenden

Günter Müssig berichtete über das Sportjahr 2002. Er dankte den Veranstaltern der nationalen Wettbewerbe, gab eine Übersicht der Deutschen Meisterschaften und der Ranglisten-Wettbewerbe. In diesem Zusammenhang beanstandete er fehlende Toilettenhäuschen und lobte die Teilnehmer, die nach dem Fliegen bis zur Siegerehrung da geblieben waren. Die Startgelder, die an die Veranstalter gingen, sollten auch für den Wettbe-werb im engeren Sinne eingesetzt werden. Ein weiterer Punkt waren die internationalen Erfolge der deutschen Freiflieger.

Michael Thoma stehe dem Modellflug weiterhin mit (nur) 50% zur Verfügung. Verbandspolitisch habe es Gespräche zwischen dem DAeC und dem DMFV gege-ben. Für bestimmte Bereiche sei eine Zusammenarbeit vereinbart worden, so bei Vertretung gegenüber Be-hörden (der Gesetzgeber erzwingt ein einheitliches Vorgehen der Verbände), bei den Richtlinien für den Modellflug, die der Bund aktualisieren möchte, bei der Zulassung von Modellen über 25 kg, sowie bei der blauen Flagge für Fluggelände und der Ausstellung Aero in Friedrichshafen. Weder werde der DMFV dem DAeC beitreten, noch werde der Modellflug an den DMFV abgegeben. Derzeit gebe es ja schon gemeinsa-me Wettbewerbe und viele Doppelmitgliedschaften. Im DAeC sei der Modellflug dabei, die Motorflieger zu ü-berholen und zweitgrößte Sportfachgruppe zu werden.

Thomas Weimar berichtete von einer Unzufriedenheit auf dem 3./4. Ranglisten-Wettbewerb in Manching, da nicht alle Teilnehmer mitbekommen hätten, dass der Wettbewerb schon am Samstag Abend beendet wurde. Ferner sei laut Ausschreibung der Wettbewerb bis Sonntag vorgesehen gewesen. Günter Müssig entgegnete, dass alle Wettervorhersagen ab Samstag Abend Regen und ab Sonntag zusätzlich heftigen Wind vor-ausgesagt hätten. Die Information sei bereits am Samstag Samstagmorgen erfolgt. Wetter und Platzzu-stand seien am Sonntag dann auch unfliegbar gewesen. In Zukunft werde er wichtige Informationen nicht nur durchsagen, sondern auch anschlagen.

Berichte von EM/WM

Jugendbetreuer bei der WM in der Slowakei war Albert Riedlinger, das Wesentliche sei in der Thermiksense gestanden. Die Durchführung des Wettbewerbs sei recht bescheiden gewesen. Die deutschen F1A-Piloten hätten gute Erfolge gezeigt, bei F1B und vor allem bei F1J seien die deutschen Jugendlichen vom Material her nicht für die Spitze in Frage gekommen. Mehrfach wur-de die mangelhafte Form der deutschen Sportlizenz kritisiert, dies habe auf internationalen Meisterschaften zu Problemen geführt.

Schlachtenbummler Peter Mönnighoff lobte die Arbeit von Mannschaftsführer Dirk Halbmeier und Helfer Wolfgang Gerlach bei der EM in Ungarn, Teilnehmer Thomas Weimer hob die Stimmung im Team und das Wedel- und Rückholteam hervor.

Teilnehmer Werner Ackermann berichtete von der Hangflug-EM in der Slowakei, Preis und Leistung hätten diesmal gestimmt, das zahlenmäßige Verhältnis von Teilnehmern zu Helfern sei optimal gewesen. Mannschaftsführer Anton Frieser hatte 4000 Euro an Spenden organisiert, die Jugendlichen konnten so praktisch voll finanziert werden. Bei den Jugendlichen waren die Modelle nicht auf Top-Niveau verglichen mit der Kon-kurrenz. Anton Frieser legte einen umfangreichen, bebilderten Bericht über die EM vor.

Bericht F1E von Bernhard Schüßler

F1E-Referent Bernhard Schüßler verteilte seinen Bericht. Elf Ranglisten-Wettbewerbe seien 2002 geflogen worden, zum Teil sei die Durchführung allerdings un-befriedigend gewesen, manchmal habe es nicht einmal Ergebnislisten gegeben. Werner Ackermannn habe mühevoll den Endstand der Rangliste erstellt. Zur Deutsche Meisterschaft in Rohden/NI seinen wenig Teilneh-mer gekommen. Die Mannschaftsmeisterschaft habe nicht funktioniert. Insgesamt seien zwar viele Jugendliche bei den Wettbewerben dabei gewesen, aber fast immer nur bei den einzelnen, lokalen Wettbewerben. Nächstes Jahr werde er mehr Zeit haben und wolle sich verstärkt um die Jugendlichen in Hessen kümmern.

Aktivensprecher, Bundeswehr und Zivildienst

Bernhard Schwendemann hatte seinen Bericht vorgelegt. Er fühle sich etwas arg als Kummerkasten für alles, was in den Augen mancher schief laufe. Sportlizenzen, Visa für Sportler bei internationalen Wettbewerben, Rabatte für Kader-Piloten, Zusammenarbeit DAeC und DSB hatten ihn unter anderem beschäftigt. Die Neuwahl der einzelnen Sprecher in dieser Saison hatte in manchen Klassen eine geringe Beteiligung, das nächste Mal solle eine andere Durchführung für mehr Wahlbeteiligung sorgen.

Das Amt „Bundeswehr“ wird vereinigt mit dem Referat Leistungssport (Walter Hildel). Freistellungen für Wett-bewerbe seinen weiterhin möglich (über ein Formblatt !!!) bei der Bundeswehr und im Zivildienst.

Aus den Landesverbänden

Über ein Formblatt wurde der Stand in den Landesverbänden abgefragt. Der Förderverein Laucha hat vor kurzem Insolvenz angemeldet, der Flugplatz wird von der Stadt Laucha übernommen. Dies habe jedoch kei-nen direkten Einfluss auf die Luftsportjugend in Laucha. In manchen Landesverbänden sei über die Schulen Ju-gendarbeit möglich, zum Teil auch über die Nutzung von Werkräumen.

F1D-EM 2003 in Brand/BB

Ein schriftlicher Bericht von Gerhard Wöbbeking über die Vorbereitung der F1D-EM im Oktober 2003 in der Cargo-Lifter Werft in Brand lag vor, siehe Anhang.

Wahlen

Wahlen im eigentlichen Sinn gab es keine auf der Sitzung des Fachausschusses. Der Vorsitzende wird von der Modellflugtagung berufen (auf Vorschlag des Fach-ausschusses), der Vorsitzende besetzt dann die wei-teren Positionen. Gerhard Wöbbeking kandidiert entge-gen seiner Ankündigung auf der letzten Sitzung doch noch einmal für das Amt bei der Modellflug-Tagung 2002. Er wünschte sich zwei Stellvertreter zur Entlas-tung, einer davon sollte Günter Müssig sein. Zwei Stellvertreter sind aber laut Geschäftsordnung nicht möglich.

Thomas Weimer ist zur Mitarbeit im Fachausschuss bereit, kann jedoch das Amt des Vorsitzenden aus be-ruflichen Gründen nicht übernehmen, deshalb wurde die Position des Referenten F1-Ebene geschaffen. Dis-kutiert wurde auch, wie es mit der vor einiger Zeit an-gekündigten Kandidatur von Claus Gretter für das Amt des Vorsitzenden und CIAM-Vertreters stehe.

Nach einiger Diskussion wurde dann beschlossen (alle mit großer Mehrheit oder einstimmig):

Vorschlag für den Vorsitzenden an die MFK: Gerhard Wöbbeking/HH

Empfehlung an den neuen Vorsitzenden, folgende Re-ferenten zu berufen:

Stellvertreter: Günter Müssig (BW)

F1-Ebene: Thomas Weimer (BB)

F1D: Gerhard Wöbbeking (HH)

F1E: Bernhard Schüßler (HE)

Jugend: Michael Schlimmer (SA)

Gerhard Wöbbeking hatte vorgeschlagen für den Un-terausschussschuss Freiflug bei der CIAM einen stellvertretenden Vertreter zu benennen. Andreas Rink (HE) wollte aber dieses Amt nicht annehmen und so kam es zu keiner weiteren Entscheidung in dieser Frage.

Nationalteams 2003

* Für die Senioren-WM F1ABC in Ungarn konnte noch kein Mannschaftsführer benannt werden, von der Mannschaft lagen auch noch keine Vorschläge vor. Helfer vor Ort wird Thomas Weimer sein.

* An der Senioren- und Jugend-EM in F1D in Deutschland soll auch eine deutsche Jugendmann-schaft teilnehmen. Albert Riedlinger bespricht das mit den drei deutschen Teilnehmern bei der DMM 2002 in Brand und mit Uwe Bundesen. Mann-schaftsführer noch offen.

* Auf der Jugend-EM F1ABP in Polen wird erstmals F1P an Stelle von F1J geflogen, Mannschaftsführer wird Paul Seren sein. Die Liste der Jugendqualifi-kation muss ergänzt werden um die Teilnehmer, die nur bei der DJM geflogen sind.

* Für die Senioren- und Jugend-WM F1E in Rumänien steht noch kein Mannschaftsführer fest.

Termine DMM und Ranglisten-Wettbewerbe

Gerhard Wöbbeking hatte eine Vorplanung gemacht, siehe Anhang. Es lagen mehrere Anträge zur grund-sätzlichen Festlegung der Termingestaltung von Bayern vor. Darin sahen die Vertreter eine zu starke Einen-gung der Planung und nahmen die Vorschläge nur in einer abgeschwächten Form an.

Bei der Terminfestlegung von deutschen Meisterschaf-ten und nationalen Ranglistenwettbewerben für EM/WM sollten Überschneidungen mit EM/WM und den wich-tigsten ausländischen Worldcup-Wettbewerben (insbe-sondere Poitou und Pusztacup) vermieden werden. Im Hangflug müssen die Termine deutscher Meisterschaf-ten und der Ranglisten-Wettbewerbe vom F1E-Referenten genehmigt werden, damit Überschneidun-gen mit EM/WM und den wichtigsten internationalen Wordcup-Wettbewerbe (Rana) vermieden werden. Ab-stimmung: drei Enthaltungen, elf ja

Deutsche Meisterschaften und Deutsche Jugendmeis-terschaften sollen grundsätzlich nicht gleichzeitig mit Jugend- und Senioren EM/WM statt finden. Abstim-mung: eine Enthaltungen, 13 ja

Die DJM-Ebene soll an einem Wochenende stattfinden, an dem alle (oder zumindest die Teilnehmer stärksten) Bundesländer Ferien haben. Abstimmung: 14 ja

Die DJM-Ebene soll möglichst an einem Freitag Nach-mittag beginnen. Abstimmung: sieben dagegen, vier Enthaltungen, drei ja

Die DJM muss vor der Jugend-EM/WM stattfinden. Ab-stimmung: 13 nein, einen Enthaltung

Die DJM muss grundsätzlich in Manching stattfinden. Abstimmung: 13 nein, eine Enthaltung

Rahmenausschreibungen

Vom Aktivensprecher waren für Senioren und für Ju-gend Anträge eingereicht worden, wie angesichts der neuen internationalen Regeln die Wertung in den Ranglisten-Wettbewerben im Wesentlichen auf den Stand von 2001 gebracht werden kann. In einer von Peter Mönnighoff vereinfachten Fassung wurde den Anträgen zugestimmt.

Bei DMM und Weltcup zählen maximal 180 sec pro Durchgang für die Qualifikation. Bei den beiden sepa-raten Ranglisten-Wettbewerben kann je Wettbewerb ein Durchgang mit verlängerter Maximalzeit geflogen werden, die voll in die Wertung eingeht (210 sec für F1A und F1B, 240 sec für F1C). Bei Gleichstand nach Ende der Ranglistenwettbewerbe entscheidet die Rangfolge der DMM. Sollte dann immer noch keine Ent-scheidung feststehen, wird ein Stechen angesetzt. Bei der Jugendqualifikation gilt dies analog. Für F1P be-trägt die entsprechende Zeit 210 sec. Abstimmung: 14 ja

Jugendmannschaftsmeisterschaft

Bayern hatte beantragt, bei der Deutschen Jugend-meisterschaft klassenreine Mannschaften zu bilden (statt gemischte) - wie bei den Senioren. Als Gründe wurden diskutiert die einfachere Auswertung und die unterschiedliche Wertigkeit der Klassen bei Hochrechnungen. Dagegen wurde angeführt, dass so weniger Mannschaften gebildet werden, vor allem in den klei-nen Landesverbänden. Es sollten doch möglichst viele Teilnehmer in Mannschaften fliegen können und das Mannschaftsfliegen solle gefördert werden. Abstim-mung: 9 nein, 4 Enthaltungen, 1 ja

Günter Müssig zog seinen Antrag, die "klassenreinen" Mannschaften dann über die Landesverbände zu mi-schen, (ein "Gast" sollte erlaubt sein) zurück.

Das Gremium war der Meinung, dass der neue Ju-gendreferent zusammen mit den Jugendlichen über dieses Thema nachdenken sollte.

Rahmenausschreibung

Die Rahmenausschreibungen F1-Ebene und F1D sollen angepasst und klarer formuliert werden von Thomas Weimer, Günter Müssig und Dieter Dauser. Bernhard Schwendemann solle dann F1-Ebene gegenlesen, F1D Gerhard Wöbbeking. Bei F1E sah man keinen Grund für eine Überarbeitung. Der Termin für den Abschluss ist Ende Februar 2003. Die Ergebnisse 2002 und das An-meldeformular 2003 werden an die Teilnehmer per Post verschickt.

Neuer Sportkalender

Da die meisten internationalen Wettbewerbe noch nicht festliegen, konnte nur ein vorläufiger Kalender erstellt werden. Wenn die Weltcup-Termine Anfang Dezember bekannt sind, wird der nationale Kalender ggf. ange-passt. Für den dritten und vierten Ranglisten-Wettbewerb gab es noch keine endgültige Lösung. An erster Stelle steht ein Wettbewerb in der Nähe von E-geln, organisiert von Günter Müssig und Helfern. An zweiter Stelle ein Wochenende in Zülpich und notfalls die Aufnahme des Eifel-Weltcup-Wettbewerbs in die Ranglisten-Wertung.

Bestimmungen Freiflug

Bayern hatte beantragt, dass es eine Zeitgutschrift von 100% für Mannschaftsführung und Teilnehmer an EM/WM gibt, die dadurch die Ranglistenwettbewerbe versäumten. Die Diskussion ergab:

* kein Abstieg aus der jeweiligen Rangliste, die Teil-nehmer verbleiben auf einem zusätzlichen Platz – das sei selbstverständlich (gilt auch für die dies-jährigen Opfer der Flutkatastrophe).

* 100 % Gutschrift für den ausgefallenen Wettbe-werb – stieß auf deutlichen Widerspruch.

* Der ursprüngliche Antrag wurde daraufhin zurück ge-zogen.

Sachsen-Anhalt hatte das Verbot von Hochstartleinen aus Metall beantragt. Beschlossen wurde, dieses Verbot aus Sicherheitsgründen ab 1.1.03 national in allen Freiflug-Hochstartklassen. Falls es international nicht vorher verboten werden sollte, wird im November 2003 der entsprechende Antrag bei der CIAM gestellt. 14 ja / einstimmig

Sachsen-Anhalt hatte beantragt, Schleuderhaken in F1A-Schüler zulassen, obwohl der gleiche Antrag im Vorjahr abgelehnt worden war. Die Diskussion war kontrovers, „was ist ein Schleuderhaken?“ „Kreis-schlepphaken ohne Sperre?“ oder „beliebiger Haken mit dem man keinen Kreisschlepp machen kann“.

Es gäbe gute Lösungen, die mit der heutigen Regelung verträglich sind. Umstritten war auch der Aufwand für solch einen Haken. Abstimmung: 10 dagegen, 4 Enthaltungen.

Bayern hatte beantragt, Überzeiten sollen voll in die Wertung eingehen, nicht nur bei Gleichstand. Der Grundgedanke ist, in der thermiklosen Zeit die Überzeit zu fliegen. Problem sei, dass Stechen auf 10 min be-grenzt sind mit ähnlichen Wetterbedingungen in diesem Zeitraum. Bei Überzeit im Durchgang können innerhalb der 1 bis 1,5 Stunden sehr unterschiedliche Wetterbe-dingungen herrschen. Die Meinung der Tagung war, abzuwarten was international geschieht. Wenn ein in-ternationaler Antrag kommt, dann solle eine schriftliche Umfrage im FA-F1 die deutsche Haltung bei der CIAM-Diskussion festlegen. Nach dieser Diskussion wurde der Antrag zurückgezogen.

Motorklassen

Gerhard Wöbbeking hat die internationale Lage und seine Einschätzung schriftlich dargelegt, siehe Anhang. Bei der CIAM seien die Motorklassen unter scharfer Be-obachtung, vor allem wegen der zurück gehenden Teil-nehmerzahl und der Sicherheitsprobleme. In diesem Zusammenhang wurden neue Impulse für Elektro-Freiflug erwartet. Viele zeigten in der Diskussion große Skepsis, Elektroflug könne Anfänger geeignet sein. Bei einer deutlichen Änderung der Definition von F1C wur-den die Probleme mit dem heute vorhandenen Material erwähnt und das Risiko, dass viele F1C-Piloten dies als Anlass nehmen könnten, ganz aufzuhören. Gerhard Wöbbeking solle alle deutschen F1C-Flieger nach der CIAM-Tagung per Fragebogen über deren Vorstellung zur weiteren Entwicklung der Motorklassen befragen.

Nachwuchsmodell

Die längste und engagierteste Diskussion entspannte sich an der Frage der weiteren Nachwuchsarbeit. Nach-dem dieses Thema auf der Sitzung vor knapp einem Jahr im Mittelpunkt gestanden hatte, waren viele Teil-nehmer mit dem was 2002 geschehen war, unzufrie-den. Viele seien bereit gewesen, etwas zu tun, es sei aber nichts koordiniert worden. Die 2001 vereinbarte Arbeitsgruppe habe nie getagt.

Günter Müssig berichtete, dass sich an der Problematik des Nachwuchsmodells „Kleiner UHU“ bei Graupner im vergangenen Jahr offensichtlich nichts bewegt habe. Es bestehe aus seiner Sicht die Gefahr, dass ohne ein bes-seres Modell die Teilnehmerzahl weiter zurück gehe und irgendwann diese Nachwuchsaktion eingestellt werde von Graupner und von UHU.

Nach einem Gespräch in Hamburg zwischen der Dr. Heinrich Cordes (Luftsportjugend), Adolf Middeldorff (FR-RC), Klaus Böckmann (Stellvertretender Modell-flugreferent) und Gerhard Wöbbeking (FR-F1), habe sich Heinrich Cordes mit Graupner zum Thema Uhu getroffen, sei dort aber auf kein Verständnis gestoßen. In der Versammlung wurde kritisiert, dass kein Freiflie-ger an der Besprechung teilgenommen habe, um die konkreten Probleme und Vorschläge vorzutragen.

Gerhard Wöbbeking berichtete in seinem Schreiben, dass nur ein Interessent in Manching beim Design-Wettbewerb sein Anfänger-Modell vorgestellt habe – jedoch beklagten sich andere Modellbauer, dass sie ihre Modelle vorstellen wollten und sie niemanden ge-funden hätten auf dem Fluggelände.

Die Möglichkeit bei Graupner in Bezug auf den Kleinen UHU doch noch etwas zu erreichen, wurden unter-schiedlich eingeschätzt. Die Mehrheit war aber der Mei-nung, dass das Projekt Baukastenmodell F1H mit Vor-rang betrieben werden solle. Dieses Modell solle das Modell nach dem Kleinen UHU sein.

Der neue Jugendreferent Michael Schlimmer wurde ge-beten, die Arbeitsgruppe (Albert Riedlinger, Ralf Kleine, Karl-Heinz Haase) zusammen zu bringen. Bernhard Schüßler als Fertigungsfachmann aus der Branche und möglicher Vertriebspartner solle auch dabei sein.

Finanzplanung 2002/2003

Änderungen 2003 gegenüber 2002 bestehen im We-sentlichen in der Anpassung an die neuen Wettbewer-ben und Teilnehmerzahlen. Die Grundgebühr für die Deutsche Meisterschaft F1E und für die Mannschafts-wertungen wurde geändert. Die Ansätze für die Zu-schüsse an die Nationalmannschaften (diejenigen des Fachausschusses, hinzu kommen Beiträge von der Sportfachgruppe) sind immer vorläufig und stehen endgültig erst im Herbst fest, wenn die Teilnehmer-zahlen bekannt sind. Die F1E-Nationalmannschaft be-kommt recht wenig Zuschuss, da sie nur über die DMM-Hang am Topf beteiligt ist und nicht durch Ein-zahlungen bei weiteren Ranglisten-Wettbewerben.

Unzufriedenheit von mehreren Seiten mit der Gegen-leistung einzelner Vereine für die Startgelder wurde zum Ausdruck gebracht. Zum Teil erhielt die Geschäft-stelle nicht einmal eine Ergebnisliste. Die Grundgebühr gibt es vorab für die Vereine, der Teilnehmeranteil wird erst nach dem Wettbewerb ausbezahlt und kann not-falls auch zurück gehalten werden.

Auf der Sitzung 2001 des Fachausschusses waren der Vorsitzende und der Referent F1E beauftragt worden, F1E wieder in das gemeinsame System der Abrechnun-gen und Zuschüsse zu integrieren. Bernhard Schüßler erklärte, es solle im Wesentlichen bleiben wie bisher, allerdings werde der Grundbetrag für die DMM F1E von 150 EUR auf 50 EUR gekürzt zu Gunsten der Bundes-geschäftsstelle.

Ggf. werden auch Mittel für die Jugendmodell-Arbeitsgruppe zur Verfügung gestellt.

F1E WM/EM in Deutschland

Bernhard Schüßler erklärte, dass in Deutschland selbst das maximale Startgeld nicht ausreiche, um solch eine Veranstaltung zu decken, deshalb seien Sponsoren notwendig. Das Gelände sei aber das größte Problem, er sehe höchstens auf der Schwäbischen Alb eine Mög-lichkeit. Werner Ackermann wies auf die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung in der Rhön hin, dies sei in Hessen prinzipiell möglich durch Gleichstellung von Sport und Naturschutz. Alternative sei evt. im Norden Deutschlands ein niedriger Hang.

Ehrungen

Die Vergabe der Ikarus-Trophäe für 2003 wurde fest-gelegt, Übergabe bei der Deutschen Meisterschaft in Manching.

Weiter wurden vier Namen für eine Ehrung durch die CIAM festgelegt. CIAM-Ehrungen waren in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt worden.

Nächste Tagung

Die nächste Sitzung des Fachausschusses Freiflug findet vom 15.-16.11.03 in Stadtallendorf statt.

Ergänzung: Die neue Klasse

F1P ist in der BeMod zu finden unter 45-108:

Mindesttragfläche 26 dm2, maximale Spannweite 150 cm, Mindestgewicht 250 g, maximaler Hubraum 1 cm3, Thermikbremse und eine weitere Funktion sind erlaubt, Getriebe ist verboten, der Sprit ist frei, Motorlaufzeit maximal 10 sec, Flugzeit maximal 180 sec.