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WM Blog F1D 2016

Saalflug-Weltmeisterschaft F1D vom 11.- 16.04.2016 in Slanic Prahova,Rumänien

Berichte, Bilder und Erlebnisse von der WM aus erster Hand.



Fotos Siegerehrung

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Fotos Siegerehrung

Noch eine kleine Ergänzung: Fotos von der Siegerehrung und vom deutschen Team, fotografiert von Thomas Merkt.
20160415_203804Deutsches Team mit HallexxDeutsches TeamxxJunioren-SiegerxxJuniorenTeamxxSeniorenSiegerxxSeniorenteamxx
 

Bukarest

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Zwei Tage Bukarest zum Abschluß

Nach zwei Tagen in der rumänischen Hauptstadt und ohne Sprachkenntnisse (wenn auch bei Texten manchmal die Französischkenntnisse weiter halfen) soll ich nun etwas zu dieser 2-Millionen-Stadt schreiben, nicht nur die deutschen Freunde wollten dies wissen, auch die rumänischen waren interessiert, darüber zu hören.

  • Ganz toll die vielen schönen Parks mitten in der Stadt.
  • Viele abgetrennte Radwege - da die Stadt recht flach ist, bietet sich Radfahren an.
  • Und nicht nur in der Hauptstadt, überall im Land hängt neben der rumänischen Fahne (und die sieht man oft) fast immer auch die Europafahne – eine klare Willenskundgebung.
  • Sehr viele sehenswerte Gebäude – auch wenn einige davon, auch viele neuere noch dringend auf eine Renovierung warten.
  • Es ist viel sauberer als man vom Hörensagen erwartet.
  • Es gibt in der Hauptstadt recht wenig Hunde und praktische keine Hundehaufen auf den Gehwegen.

Am Samstagvormittag nahm mich Marius Conu zusammen mit den Jurymitgliedern zum Flughafen und Dank seiner Hilfe fanden wir dann für mich ein schönes Hotel in idealer, zentraler Lage Bukarests: herrliches Sommerwetter, Temperaturen bis knapp unter 30 Grad. Ich machte mich zu Fuß auf, die Stadt zu erkunden, mehrstündige Fußmärsche. Ein paar Eckpunkte hatte ich mir empfehlen lassen und im Reiseführer rausgesucht, unterwegs habe ich mich aber oft einfach von der Optik leiten lassen. So kam ich durch große und kleine Straßen, die im Reiseführer erwähnt werden, sondern auch durch viele, die nirgends aufgeführt sind. Hier kann man oft die nicht-touristischen Eindrücke gewinnen.

Was auffällt, überall stehen Security-Männer oder Polizei, vor dem Hotel, im Supermarkt, vor den meisten öffentlichen Gebäuden, an vielen Ecken der Stadt. Und in den Parks sind Parkwächter unterwegs. Aber auch ohne die Aufpasser hätte ich mich nirgends unsicher geführt. Sicherlich hilft dies auch die Stadt sauber zu halten, in den Parks gibt es viele Papierkörbe und es wird regelmäßig sauber gemacht, meist sind Straßenkehrerinnen unterwegs.

An diesem herrlichen Wochenende waren die großen Parks von der Bevölkerung sehr gut besucht, viele Bänke und Pixiclos machen die Parks komfortabel, zum Teil sogar WLAN (wohl damit die Eltern die Kinder in Ruhe spielen lassen). Und es gibt viele Bänke zum Verweilen.

In der Stadt gibt es alle paar Meter einen Minimarkt, wo man das nötigste einkaufen kann, von der Kleinheit her machen sie sogar den mongolischen Konkurrenz. Es gibt auch schöne Supermärkte, zum Teil mit großer Auswahl an Biowaren.

Viele sehr schöne, klassizistische Gebäude, auch Jugendstileinfluß ist zu sehen, dann die russische Zuckerbäckerarchitektur und auch Plattenbauten – mal gut renoviert, mal noch darauf wartend. Und dazwischen manche moderne Glaspaläste.

Viel Autoverkehr, natürlich viele Dacias, dann mehr Skodas und Japaner als bei uns, die meisten in gutem Zustand. Die wichtigen Straßen in und um Bukarest sind gut. Breite Boulevards mit mehreren Baumreihen links und rechts mit Platz für Fußgänger, Radfahrer und Grün. Aber leider werden die breiten Gehwege zum Teil von den Autos als Parkplätze missbraucht. Viele der gelben Taxis sind unterwegs, der Kilometer kostet gerade mal 0,35 Euro. Auch die Metro, Straßenbahn und die Busse sind sehr preisgünstig – und man muss sich nicht mit Automaten herumschlagen, in einem kleinen Häuschen sitzt eine Dame, die weiterhilft.

Ein Kaufhaus habe ich keines entdeckt, lag aber vielleicht an mir. Es gibt natürlich Mac Donalds, Starbucks, H&M, Geschäfte mit den Edelmarken. Aber es gibt nicht die uniformen Einkaufsstraßen mit den überall gleichen Geschäften, wie man sie in vielen europäischen Großstädten findet. Viele Theater, viele Museen. In der Altstadt sind die meisten Gassen den Fußgängern vorbehalten und eine Kneipe reiht sich an die nächste. An diesem schönen Samstagabend ist die Stadt voller Menschen, nach einem Platz für das Abendessen muss man suchen.

Und es gibt große Plakate mit der Telefonnummer der Antikorruptions-Hotline, Bettler am Gehwegsrand und alte Frauen und Männer, die auf kleinster Fläche vor sich auf dem Boden ein paar Früchte oder etwas Gemüse verkaufen möchten. Für uns sind die Preise allgemein recht günstig, aber für die rumänischen Einkommensverhältnisse sieht es ganz anders aus.


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Ergänzungen

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Ergänzungen am Sonntag

Die endgültigen Ergebnisliste:
images/stories/ergebnisse/2016/F1D WM 2016 Final-Results-1.pdf

Ein paar Fotos von der Siegerehrung habe ich noch beim 3. Tag dazu geladen, die Handybilder sind leider nicht gut. Sobald ich besser Fotos haben werde, werde ich sie ersetzen.

Drei Videos vom letzten Tag habe ich noch ergänzt - bei den Videos werde ich noch üben müssen.







 

3. Tag F1D-WM

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Tag drei der Saalflug-Weltmeisterschaft in Slanic, Rumänien

Heute war es sehr spannend am Abschlußtag der F1D-WM:
  • Mit seinem letzten Flug wurde der alte Weltmeister auch der neue Weltmeister, Yuang Kang Lee (54:54) aus den USA.
  • Bei den Junioren gab es an der Spitze keine Veränderungen mehr, hier siegte Bulai Calin (ROM, 49:20).
  • Im letzten Durchgang erreichte Thomas Merkt seine beste Zeit (21:36), Uwe Bundesen und Marian Krause hatten technische Probleme, erreichten aber jeweils ihre zweite Zeit über 20 min – Uwe mit einem Start zeitgleich zur Schlußsirene der WM.
  • Im Endergebnis schob sich das deutsche Team noch auf den guten 5 Platz vor, Uwe und Thomas zeitgleich (42:26) auf Platz 19 und Marian direkt dahinter auf Rang 21 (42:13).
Toll waren die Leistungen an der Spitze an diesem letzten Tag der WM. Alle Flüge der drei Piloten ganz vorne lagen über 25 min, den längsten Flug des Wettbewerbs erreichte der neue und alte Weltmeister mit 27:59 im 5. Durchgang, nur zwei Sekunden weniger flog der amtierende Europameister Zoltan Sukosd (HUN) mit 27:57 im 6. Durchgang. Der entscheidende Flug von Yuang Kang Lee war ziemlich an Ende des letzten Durchgangs, sein Modell war bereits im Sinkflug, als Uwe hochging und sicherheitshalber schon mal zum Ballon griff. Da wurde Yuang ganz nervös, hatte Angst um sein Modell und bat Uwe, ihm im Zweifelsfall doch Vorrang zu geben, da es beim ihm jetzt um den Titel gehe.

Aber schon im 5. Durchgang am Vormittag war einiges geboten. Thomas hatte seinen Gummi zu sehr gequält und dies quittierte dieser mit einem schwachen Steigflug. Ergebnis enttäuschende 15:52. Marian hatte einen Superflug, Probleme gab es beim Nachwiegen. Um das Gewicht exakt zu wiegen, musste er seine O-Ringe herausnehmen: es blieb bei einem Übergewicht von 2/100 g (gewogen auf zwei Waagen). Ergebnis, eine Null in diesem Durchgang.

Beim 6. Durchgang macht Thomas wieder den Anfang, das Modell stieg sehr hoch, kam nur langsam herunter und so war es sein längster Flug mit 21:35. Marian riss mehrere Gummis beim Aufziehen ab und bei einem Strangriss beim Einhängen in das Modell brach der Rumpf ab. Also war Uwe an der Reihe. Auch bei einem Strangriss am Modell schlug der Gummi ein Loch in das hauchdünne Balsa-Rumpfrohr. Nun wieder Marian, kein ganz so toller Steigflug, aber letztendlich doch ein guter Flug mit 20:14. Jetzt Uwe mit dem anderen Modell das gleiche Problem, ihm brach der Rumpf vorne ab. Noch 20 min bis Durchgangsende. Reparatur mit Zack (kein Aktivator war aufzutreiben) und einer Balsaschale. Fünf Minuten vor Ende an der Startstelle, zwei Stränge gerissen, den dritten rasch aufgezogen, dabei die Durchsage „noch 20 sec“. Gummi in das Modell eingehängt, die Zeit zum Vorlaufen in die Hallenmitte reicht nicht mehr. Mit der Schlußsirene vom Rand gestartet – es zieht zügig und ohne Risiko sein Bahn noch oben und genauso ruhiger wieder herunter: 20:46. Das war ganz schön nervenaufreibend! Endergebnis siehe oben.

Heute Abend folgen dann noch die Siegerehrung und das Bankett.

Was gibt es noch zu berichten, was kam bisher noch zu kurz?

Gummi ist immer das große Thema, auch wenn die Saalflieger im Vergleich zu F1B nur einen kleinen Verbrauch haben. Da im Saalflug Wetter und Thermik (fast) keinen Einfluss haben, ist der Zusammenhang zwischen Gummiqualität/-aufziehen wesentlich direkter als bei F1B. Deshalb werden auch viele Stränge abgerissen, eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen (1000 – 1400) müssen erreicht werden und auch ein bestimmtes Drehmoment – sonst kann es keinen guten Flug geben. Letztlich drehen sich die großen Propeller mit ganz grob 1 Umdrehung pro Sekunde. Und 4 min sollte der Steigflug schon dauern.

Und im Flug „droht“ dann die Notwendigkeit zu steuern, das Modell darf nicht gegen die Wand fliegen, auch nicht in die Laufwege oben ganz unter der Decke und nicht in den Spalt am Übergang zur senkrechten Wand. Ein Helfer muss aus einiger Entfernung die Kommandos geben, damit der Ballon nicht zu hoch oder zu tief ist, senkrecht von unten an der Ballonleine kann man dies nicht erkennen. Und wenn ein anderer Teilnehmer steuert und nur noch oben schaut zu seinem Modell, muss man am Boden auf ihn aufpassen und notfalls stoppen, wenn er mit seiner Ballonleine das eigene Modell in Gefahr bringt.

Am zweiten und dritten Wettbewerbstag war das Salzbergwerk für Besucher geöffnet, allerdings war unser Bereich ausgespart. Viele Kindergartengruppen waren unterwegs, die Kinder hatten Freude an dem Hall und den Echos und fröhliches Geschrei gellte durch die Hallen.

Und noch eine ganz besondere Personalie: der 75-jährige Andras Ree aus Ungarn nahm zum ersten Mal sei 47 Jahren nicht als Pilot an einer Saalflug-Welt/Europameisterschaft teil. Da er sich im Sommer das Bein gebrochen hatte und nicht genügend für den Saalflug tun konnte, war er in diesem Jahr erstmals als Zeitnehmer dabei.

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Und wieder ein paar Videos





 

2.Tag F1D-WM

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Tag zwei der Saalflug-Weltmeisterschaft in Slanic, Rumänien

Was gibt es heute zu berichten aus der Salzhalle in Slanic?

  • Kleine Veränderungen an der Spitze
  • Der Titelverteidiger rollt das Feld von hinten auf
  • Ein Flug mit großer Höhe, der trotzdem vor 20 min endet
  • Ein verschwundenes Modell das wieder auftaucht

Heute galt es nun die Zeiten von gestern zu verbessern. Uwe Bundesen schaffte dies mit einem Flug über 21:40, dazu stieg er so hoch, wie er es noch nie geschafft hatte. Marian Krause landete bei 21:59 – doch es war gar nicht sein Modell – es war verschwunden. Die Zeitnehmer meinten, die Zeit auf ihrer Uhr müsste recht gut stimmen. Nach einiger Zeit fand dann Marian sein Modell hinter einem Absperrzahn. Zwei Modelle waren gemeinsam abgestiegen und die Verwechslung geschah wohl recht spät. Das „andere“ Modell landete in Sichtweite, das von Marian hinter dem Zaun. Thomas Merkt stieg in seinem vierten Flug sehr hoch, musste mit dem Ballon steuern, die Höhe weckte große Hoffungen. Doch der Abstieg war dann so rasch, dass er heute seine Zeiten von gestern nicht überbieten konnte.

Zeitweise glich die Flugfläche eher einem Tanzboden. Überall standen Leute, manche hatte nicht mal mit einem Flug was zu tun, andere bauten ihre Kisten oder gar Tische mitten im Flugfeld auf. Zumindest hier war das deutsche Team vorbildlich. Am Rande aufziehen, dann mit dem Stativ mit Aufziehvorrichtung und Modell in die Mitte gehen, Gummi in Modell einhängen, starten. Dann das Stativ an den Rand zurück tragen und von dort den Flug beobachten. Es gab auch wieder einige Pechvögel heute, zumindest ein Modell aus GBR und eines aus FRA erreichten die 55 m hohe Decke und verwanden dann über den Holzbalkonen direkt unter der Decke. Auch der Spalt am Übergang von der senkrechten Wand zur dachförmigen Schräge forderte wieder Opfer.

Pech hatte die Ukraine, sie war mit zwei Senioren und drei Junioren angereist, hatte aber vergessen, einen Junior auch für die Senioren-Wertung zu melden. Da dies aber vor Wettbewerbsbeginn hätte sein müssen (damit man nicht das beste Junioren-Ergebnis übernehmen kann zu den Senioren), muss die Ukraine nun auf ein komplettes Senioren-Team verzichten. Diskussionen gab es auch über manches Verhalten in den Junior-Teams. Das Gummiaufziehen geschah wohl nur teilweise durch die jugendlichen Teilnehmer. Dass das Umhängen des Gummis von der Aufziehvorrichtung ins Modell öfters vom Mannschaftsführer gemacht wurde, ist auch nicht ganz unumstritten. Bei Saalflug gilt immer noch die Erbauerregel – im Gegensatz zu den anderen Freiflugklassen, bei denen auch gekaufte Modelle eingesetzt werden können. Ob sich im Saalflug alle daran halten, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Lief man so an den Tischen der Teilnehmer vorbei, so sahen die Modelle meist recht ähnlich aus. Spannweite von Flügel und Höhenleitwerk sowie die Flügeltiefe sind durch das Reglement begrenzt und diese Werte werden auch ausgenutzt. Einen Rohrrumpf haben alle, der Flügel wird von einem ähnlich hohen Pylon getragen, der Kurveninnenflügel ist größer als der Aussenflügel, das Höhenleitwerk sitzt auf einem kleine Pylon nach unten, der Rumpf ist über eine kleines Türmchen unter der Tragfläche abgespannt. Auffälligster Unterschied ist das Seitenleitwerk, entweder klassisch auf dem Rumpf oder es wird durch zwei „Ohren“ am Höhenleitwerk gebildet. Weitere Verspannungen gibt es nicht mehr (wie früher einmal war). Rumpf und Nasen- und Endleisten sind mit Borfasern verstärkt. Natürlich gibt es Unterschiede, die auf den ersten Blick nicht so leicht zu sehen sind: Motorsturz, Seitenzug, Propellersteigung, Einstellwinkeldifferenz, Gummiquerschnitt …

Was mir neu war: Einige Teilnehmer haben einen größeren Hakenabstand als die Gummilänge. Das fehlende Stück wird durch einen dünnen Stahldraht oder ein Stückchen Kohle überbrückt. Durch den dadurch unabhängigen Hakenabstand kann man die Rumpfdurchbiegung beeinflussen und dadurch das Steigflugverhalten. Und am kann das Zwischenstück vorne oder hinten einsetzen und damit den Schwerpunkt beeinflussen.

Nach vier von sechs Flügen sieht es so aus – beim Saalflug zählen ja nur die beiden besten Flüge (die komplette Liste gibt es bei den Fotos):

Auf einen Abendspaziergang mussten wir verzichten, ein kräftiger Wind blies rabenschwarze Wolke zu uns, bald regnete es. Zum Abendessen gab es eine Überraschung. Marian Krause hatte eine lokale Band bestellt: 4 Mann und 1 Frau spielten für 12 Modellflieger auf: Klarinette, Geige, Akkordeon, Keyboards und Bass. In dieser Besetzung erinnerte die Musik durchaus an manche Variante des Jazz. Ohne Geige und Bass, dafür mit Gesang, war es dann recht fetzige rumänische Volksmusik.

John Kagan (USA, 50:35), Brett Sanborn (USA, 48:38), Zoltan Sokosd (HUN, 48:29) und bei den Junioren Bulai Calin (ROM, 48:15), Vladyslav Klymenko (UKR, 45:53), Iryii Viko (UKR, 45:10). D.h. die beiden Spitzenreiter haben einen kleinen Vorsprung, dahinter ist alles offen.

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Und noch Videos auf Youtube:

Panorama der Halle: https://youtu.be/6fuz0JNu7DQ

Aufziehen von Uwe: https://youtu.be/ALHYZpGPaz0

Start von Uwe: https://youtu.be/Ed7L8b3vfN8

 

Erster Wettbewerbstag in Slanic, 13.4.2016

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Erster Wettbewerbstag in Slanic, 13.4.2016

Heute wurde es nun ernst. Kurz nach sieben Uhr Abfahrt im Hotel, dann hinunter in den Berg. Heute sind die Tore zwischen dem Zufahrtstunnel und den großen Hallen geschlossen, die Minibusse müssen draußen bleiben. Als wir durch die Fußgängertüre hinein gehen, bläst uns ein kräftiger Wind entgegen, es muss also irgendwie einen Luftaustausch geben.

Nach den Diskussionen am Vortag und einer recht wirren Mannschaftsführerbesprechnung (so wurde mir berichtet) läuft der Wettbewerb ohne Probleme um 9 Uhr an. Für den ersten Flug hat jedes Team (meist drei Piloten) ein Zeitnehmerpaar und drei Stunden Zeit. Nur eine kleine Klarstellung ist notwendig: neben dem Helfer darf auch der Mannschaftsführer oder sein Vertreter dem Starter zur Seite stehen. Uwe hilft Thomas und umgekehrt, Marian hat einen rumänischen Freund und ich bin bei allen dabei. Aber vor dem ersten Flug wird noch unser Heliumballon nachgefüllt und der Ersatzballon aufgeblasen. Die Ballone haben rund einen Meter Durchmesser sind meist aus alubedampfter Kunststofffolie, sie müssen sehr dicht verklebt sein.

Vor jedem Flug werden die Modelle gewogen auf einer einfachen Balkenwaage und es werden die Dimensionen geprüft: Spannweite der Tragfläche und des Höhenleitwerks und die Tiefe der Tragfläche. Von einer waagrechten Stange hängen im richtigen Abstand Fäden mit kleinen Gewichten herunter, da muss man einfach die Teile durchschieben können. Der Gummi wird (nicht immer) erst nach dem Flug gewogen, da doch recht viele Stränge beim Aufziehen abgerissen werden. Beim Saalflug geht das Aufziehen viel direkter in die Flugleistung ein als z.B. bei F1B. Die Aufziehkurbel zählt die Umdrehungen mit, das Drehmoment wird auch gemessen (und von vielen in einer Liste festgehalten). Wie man aufzieht, ist eine Wissenschaft für sich, schneller oder langsamer, mit mehr oder weniger Spannung, mit oder ohne Pausen, mit der Hand die Knoten verteilen etc.

Die Gummiquerschnitte sind etwas mehr als 1 x 1 mm, 0,4 g maximal schreibt die Regel vor. 1000 bis 1400 Umdrehungen werden auf den Gummi gequält. Das gibt dann bei den Luftschrauben von 48 cm Durchmesser (bei einer Flügelspannweite von 55 cm !!!) 0,7 bis 1,2 Umdrehungen pro Sekunde – man kann also dem Propeller beim Laufen zusehen. Verstellpropeller braucht es in diesen hohen Hallen übrigens nicht, 40 bis 50 m Höhe werden erreicht. Vor dem Muster der Salzwände und in dem nicht sehr hellen Licht sind die Modelle oft nur am Aufblinken der Propeller zu erkennen und kaum zu unterscheiden.

Der erste Durchgang lief glatt im deutschen Team, zuerst flog Marian 12:07, dann Uwe 19:28, und Thomas knackte mit 20:10 die 20 min Grenze. Bei den Fotos gibt es die aktuelle Ergebnisliste nach zwei von sechs Flügen. Im zweiten Durchgang (12:45 bis 15:45) erreichte Thomas 20:50, Marian steigerte sich auf 14:30 und Uwe war auf dem besten Weg auch auf über 20 min zu kommen, als sein Flieger an einem Metallteil hängen blieb, das an einem langen Draht von der Decke hing. Der Ballon war zwar einsatzbereit in der Nähe, aber Uwe hatte sich mit der Flugbahn verschätzt und nicht eingegriffen. Thomas konnte das Modell aber ohne Schaden bergen. Uwe wollte über Nacht zwei Modelle etwas anders einstellen – lassen wir uns überraschen, was es bringt.

Auch wenn am ersten Tag eher auf Sicherheit geflogen wird, so hat sich der Amerikaner John Kagan mit 50:35 deutlich an die Spitze gesetzt. Es folgen Brett Sanborn (USA, 46:07) und Anthony Hebb (GBR, 46:07). Bei den Jugendlichen liegt Vladyslav Klymenko (UKR, 45:53) vor Iryii Viko (UKR, 43:29) und Bulai Calin (ROM, 43:20) – das heißt der beste Jugendliche wären bei den Senioren auf Platz 4 – beachtlich.

Zurück in die Minibusse und wieder hinauf ans Tageslicht, Sonnenschein und weiße Wölkchen. Die Kollegen nehmen mein Gepäck im Auto mit ins Hotel, ich mache einen Bummel durch Slanic und dann ein ¾ h Spazierung ins außerhalb gelegene Hotel. Sehr viel zu sehen gibt es nicht, Slanic ist sehr lang gezogen, hat einen Bahnhof, zwei Kirchen, ein paar Hotels, zwei Banken, einen Supermarkt und ganz viele winzige Läden – dort gönne ich mir ein Schokoeis am Stil. Was es kostete, weiß ich nicht, ich ließ die alte Dame einfach in meinen Geldbeutel greifen, eine Münze bekam ich noch zurück. Viele kleine Häuser gibt es hier, dazwischen einige große Betonblöcke in nicht besonders gutem Zustand. Die kleinen Häuser sind sehr unterschiedlich, alt und modern, gepflegt und verarmt.

Ich hatte beim Weg zwischen Dorf und unserer Pension etwas Bammel wegen der wilden Hunde, diese waren jedoch alle friedlich. Unterwegs überholte mich ein Karren hoch mit Heu beladen, gezogen von zwei Pferden im Trab. Und der Kutscher oben mit Handy am Ohr. Zwischen morgens acht und abends sechs bin ich nicht viel mehr als 1 Stunde gesessen – mit recht müden Beinen kam ich im Hotel an. Die Engländer saßen bereits gemütlich im Garten zusammen.

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F1D-WM 2106: Training und Eröffnung 12.04.2016

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F1D-WM 2106: Training und Eröffnung

Heute ging es nun zum ersten Mal im Rahmen der Weltmeisterschaft in das Salzbergwerk, gut 200 m unter der Erdoberfläche. Da die Hallen im Berg auch ein Touristenmagnet und ein Platz für Events (bis zu Mountainbike-Rennen) sind, gibt es einen großen Parkplatz und ein Wartehäuschen für die Kleinbusse, die uns hinter bringen sollen. Das alles am alten Förderturm, von dem der Aufzug zu den alten Abbauplätzen im Berg führt. Die Busse bringen uns über einen langen Tunnel in die Tiefe, knapp 15 min dauert die Fahrt. Der Tunnel ist nicht ausgebaut, sondern Naturgestein. An vielen Stellen gehen dunkle Straßen nach links und rechts ab, unsere ist zum Glück etwas beleuchtet. Ein LKW kommt uns entgegen, heute wird nur noch Streusalz für den Winter gefördert. Irgendwann geht es durch zwei Tore und dann weitet sich die Röhre zu einer riesigen Halle auf, wir sind am Ziel. Es ist nicht nur eine 55 m hohe Halle, es ist ein ganzes System. Später dann wird der Weg zur Toilette ein richtiger kleiner Spaziergang zur Erkundung des Systems. Es gibt einen kleinen See, man sieht den alten Aufzug, ein riesiges Kreuz, diverse Denkmäler und eine kleine Ausstellung der Arbeitsmaschinen und des Gesteins und der Salze. Früher wurden das Salz mit großen Sägen geschnitten, dies erklärt den glatten Boden und die Strukturen an den Wänden. Gearbeitet wurde von oben nach unten. Und ganz oben unter den Decke gibt es links und rechts einen Holzweg, der aber dem Personal vorbehalten ist. Heute wird das Salz so ähnlich abgebaut, wie man Tunnel baut, auch in diesen Dimensionen, so entstehen keine neuen dieser eindrucksvollen Hallen. Da man Jugendliche und Kinder nur nach an Plätze mit „Online-Kontakt“ locken kann, profitieren wird 200 m unter der Erde von WLAN und Handysignalen.

Bei 55 m helfen natürlich keine Stangen zum Steuern der Modelle, wenn sie drohen gegen die Wand zu fliegen oder mit einem anderen zusammen zu stoßen. Alle Teams haben deshalb große Ballone (meist aus Folie, da genügt nur ein minimaler Überdruck) dabei. Gefüllt werden die Ballone mit Helium, das man von den rumänischen Saalfliegern kaufen kann. Nach dem Ballon kommt etwa 10 m ein ca. 10 mm dicker weicher Schlauch. Nur dieser soll mit dem Modell beim Steuern in Berührung kommen. Dann kommt eine dünne Leine, aufwickelt auf ein Spule, wie sie die Angler verwenden. Ein großes Problem ist, von unten die Höhe für den Ballon richtig einzuschätzen. Fast genauso schwierig ist es an den Stellen der Halle, wo die Decke etwas im Dunklen liegt, das Modell überhaupt zu erkennen und es auch zu identifizieren. Einige der Saalflieger sind mit starken Handscheinwerfern ausgerüstet, andere mit besonders starken Kopflampen, wie sie auch von Sportlern verwendet werden.

Wo die senkrechte Wand in die Schräge übergeht, so etwa in 40 m Höhe, gibt es einen waagrechten Absatz. Einige Modelle sind dort hinein geflogen und mussten mühevoll geborgen werden. So ging es auch Thomas Merkt. Ich konnte sein Modell nicht mehr sehen und im so auch keine guten Höhenanweisungen zum Steuern geben. Eine Konstruktion mit einen waagrechten Balsastab und zwei Ballonen (damit durch die Anordnung der beiden Ballone die Richtung des Stabes dirigiert werden konnte) wurde hoch gelassen. In mühevoller Arbeit – Pausen waren notwendig, weil vor lauter senkrecht nach oben schauen das Genick schmerzte – konnte das Modell aufgespürt werden. Leider kamen nur der Rumpf und der Propeller herunter. Die (zerstörten) Flügel und Leitwerk blieben oben.

Den Teilnehmern war das Training wichtig, so wurde die Eröffnung um eine Stunde verschoben. Da sie unten in der Salzhöhe stattfand, war sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zwei ganz kurze Ansprachen, die rumänische und die (vermeintliche) FAI-Hymne – das war es. Danach gab es noch einige Diskussionen über die Anzahl und Anordnung der Tische für die Teilnehmer. Während des Vorwettbewerbs und bei Training durften sich die Teilnehmer unter den Lampen entlang der Wand der großen Halle aufhalten und vorbereiten. Diese ganze Fläche bleibt beim Wettbewerb den Wertungsflügen vorbehalten. Und dieser Umzug auf eine recht begrenzte Fläche mit wenigen Scheinwerfern lief nicht ganz problemlos ab.

Vom Fliegen an sich habe ich jetzt noch gar nichts berichtet – aber es müssen ja auch noch Themen für die nächsten drei Tage bleiben.

Es gibt einige Fotos vom Hallensystem und von den Trainingsflügen:

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Und auch zwei Videos auf Youtube:



 

Anreise nach Slanic 11.04.2016

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Anreise nach Slanic zur F1D-Weltmeisterschaft

Während das Team schon seit ein paar Tagen in Slanic/Prahova ist und am Vorwettbewerb am Sonntag teilgenommen hat, bin ich (als Helfer) erst heute angereist. Stuttgart ab um 7:45 über Wien mit der Austrian nach Bukarest, Ankunft 12:40 – hier muss man die Uhr eine Stunde vorstellen. Überraschenderweise keine Wartschlange in Stuttgart, dafür beide Flugzeuge praktisch ausgebucht. Tolle Alpensicht auf dem Flug nach Wien.

Ich flog zusammen mit dem österreichischen Jurymitglied Wilhelm Kamp und konnte so vom „Jury-Transfer“ vom Flughafen Bukarest-Otopeni nach Slanic profitieren. Marius Conu, vom rumänischen Verband und Jurymitglied holte uns dort ab. Wir mussten noch 2½ h warten bis der serbische Jurypräsident, Srdjan Pelagic, ankam. Dann ging es bei leichtem Regen (da es ja zu einem Saalflug-Wettbewerb ging, war das Wetter kein Thema) die 85 km nach Norden, zunächst auf einer geraden, vierspurigen Straße. Schon bald nach Bukarest wurde die Umgebung ländlich, lang gezogene Dörfer der breiten Straße entlang, immer wieder mit Fußgängerbrücken überspannt. Eher einfache, ärmliche Häuser an der Straße, ganz kleine Geschäfte und viele Gemüse- und Obststände. Die Hauptstraße geht außen um Ploiesti herum, vorbei an der Petrolindustrie und Kraftwerken. Am Stadtrand große Einkaufszentren, wie wir sie vor allem von Frankreich kennen, auch viele bekannte Namen waren dabei: Carrefour, Praktiker, Ikea…

Ein Stück hinter Ploiesti geht es ab von der Hauptstraße Richtung Slanic, weiterhin auf guter Straße. Es wurde grüner, hügliger und waldiger. Und die Dörfer wurden ländlicher, Handkarren und Pferdekarren waren unterwegs. Am Bahnübergang lies uns der Triebwagen von Ploiesti nach Slanic warten – die Haltestelle lag genau auf der Kreuzung mit der Straße.

Slanic ist ein kleines Städtchen, war wohl mal auch so was wie ein Erholungsort und lebte früher vom Salzbergwerk. Auch Slanic zieht sich in die Länge, am Organisationshotel vorbei, am Geldautomaten noch LEI (bzw. RON) vom Automaten geholt. Marius Conu brachte mich in das Casa Padure, das ganz im Grünen ein Stück hinter Slanic liegt. So bekam ich noch keine allzu großen Eindrücke vom Städtchen. Casa Padure, eine recht neue Pension mit 10 Zimmern und freilaufenden Pferden hinter dem Haus. Hier wohnt die britische und die deutsche Mannschaft – die Briten komplett mit drei Teilnehmern, Mannschaftsführer und Zeitnehmer.

Den Vorwettbewerb am Sonntag hatte Zoltan Sukods (54:32 min, HUN) vor Corneliu Mangalea (53:23, ROM) gewonnen, Thomas Merkt wurde 22., Marian Krause 33., Uwe Bundesen machte nur Trainingsflüge.

Mehr hier: https://thef1dblog.wordpress.com/2016/04/

Morgen früh Abfahrt um 7 Uhr zum Training in die Salzmine. Am Nachmittag ist dann die offizielle Eröffnung der WM.

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auf nach Rumänien

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Saalflug-Weltmeisterschaft in Rumänien

Die Saalflieger aus aller Welt treffen sich zur Weltmeisterschaft im Salzbergwerk in Slanic/Prahova (Rumänien). Riesige Hallen und keine Luftbewegung ist das, was die Saalflieger brauchen, um ihre Leichtgewichte zum Weltmeistertitel schweben zu lassen. Schon viele Welt- und Europameisterschaften fanden in Slanic statt: die Luft ist ruhig, die Salzhalle ist über 50 m hoch – der Nachteil, es ist 10 Grad Celsius kalt.

Die Weltmeisterschaft läuft vom 11. bis zum 15. April, die Flugtage sind Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Zwei Flüge darf jeder Teilnehmer an jedem der drei Tage machen, am Ende werden aber nur die beiden besten Flüge jeden Teilnehmers zusammengezählt. Vor der WM findet noch ein Wettbewerb statt, zum „Aufwärmen“ für Teilnehmer und Veranstalter.

Slanic liegt am Rande der Karpaten, gut 100 km nördlich von Bukarest. Zwei Hallen stehen zur Auswahl: zu einer gelangt man mit einem uralten Aufzug, zur anderen kann man mit Minibusen hinunter fahren, die eine liegt 120 m, die andere 170 m unter der Erdoberfläche.

Das deutsche Team besteht aus Uwe Bundesen, Thoma Merkt und Mario Krause. Der Spitzenpilot und mehrfacher WM/EM-Teilnehmer Lutz Schramm hat in diesem Jahr auf die Teilnahme verzichtet.

Das Team wird schon zum Vorwettbewerb anreisen, der Helfer und Berichterstatter Bernhard Schwendemann kommt dann zum offiziellen Beginn am Montag.

55 cm Spannweite, 1,4 g Balsa, hauchdünne Folie, Bor – und Kohlfasern, angetrieben von 0,4 g Gummi, Propellerdurchmesser 44 cm – das ist der Steckbrief eines typischen F1D-Modells. Flugzeit rund eine halbe Stunde.

Anbei ein paar Fotos von Thomas Merkt von der WM 2014, auch in Slanic in der Salzhöhle.

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Hier geht es zur Webseite des Veranstalters:

http://frmd.ro/competitii-nationale/competitii-internationale/


Die Thermiksense wird im Blog unter www.thermiksense.de regelmäßig mit Text und Bild von der Weltmeisterschaft berichten.