Thermiksense

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Start WM Blog 2017 F1ABC Ungarn
WM Blog 2017
Freiflug-Weltmeisterschaften F1A, F1B und F1C in Szentes, Ungarn
vom 6.-13.8.2017



Der WM Blog 2017 ist der schnelle Draht der Thermiksense zum Geschehen in Ungarn. Infos, Bilder, Erlebnisse und Ergebnisse aus erster Hand.


F1B 2. Runde

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F1B 2. Runde

Bernd startet als erster, das ganze Feld hinterher. Wir haben uns als gute Thermiknasen erwiesen, und auch in diesem Flug finden die Männer gute Luft. Bernd sagt, es ist einfacher bei diesem starken, aber geradem Wind zu fliegen als bei umlaufenden.

Michael wechselt danach wieder auf das Modell, das vorher nicht angelaufen war. Risiko. Ein Stahldraht zum Propeller war verhakt gewesen. Das hatte er geprüft und auch Stefanchuk einen Blick drauf werfen lassen.

Obwohl nervös, startet er als erster in dem wartenden Feld - eine gute Wahl! Denn bei 2:45 bremst er das Modell mit der Fumkbremse runter, so hoch ist es noch!

Ein Max, der gut tat und Ruhe bringt!

Andreas danach mit gutem Start, wieder als erster! Das scheint jetzt angesagt zu sein im  deutschen Team! Doch es erweist sich auch als gefährlich. Andreas Modell ist bei 1:45 etwa nicht mehr richtig glücklich, nimmt immer wieder die Nase runter, verliert Höhe. Beruhigt sich nochmal, doch fängt dann in 20 Metern Höhe wieder so an zu pumpen, das es eine Zitterpartie wird - der Kahn bremst vielleicht in drei Metern Höhe!

Also!

Alle nochmal durchschütteln jetzt!!

Bis zur nächsten Runde haben wir eine halbe Stunde.

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F1B - 1. Runde die Zweite

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F1B - 1. Runde die Zweite

Bernd wartet lange. Flugbild wie vorher: die leichten Bs stemmen sich nur gegen den Wind, können danach aber recht gut Höhe halten. Na ja, bis auf Kulakowski vielleicht. Dessen Kraftflug ist gewohnt senkrecht und dynamisch, eine Extraklasse.

Bernd findet einen ruhigen Moment und fliegt sicher die drei Minuten.

Michael dann, und er hat das Modell gewechselt, den Windkahn, der aber trotz Zigarrenstummel im Mund nicht anläuft beim Start. Grosse Schrecksekunde!

Andreas zieht vor und wir warten, teilweise 8 m/sec Wind! Dann der Start und man sieht sein grünes Modell sehr gut, und wie schon gesagt: obwohl die Kraftflüge nicht das zeigen, was sie sollten, halten sich die Flieger in guter Höhe, wenn der Pilot gute Luft gewählt hat. Ein weiterer guter Voller also.

Und dann Michael. Hat noch gute 20 Minuten Zeit und zerfetzt in denen vier oder fünf Gummis, sagt er, denn der Arbeitsbereich ist weit weg von der Startstelle. Schliesslich gehe ich hin, lege ihm mal fie Hand auf die Schulter, frage nach der Frequenz, versuche Ruhe reinzubringen.

Als einziger startet er schliesslich, der Rest des Feldes ist schon fertig, und fliegt einen Zitterflug, der bei exakt 3 Minuten unten liegt . . . und wir können nach dieser verkorksten zwei Stunden dauernden Runde endlich aufatmen.

 

F1B Neustart

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F1B Neustart

Aufregung in ganz kurzen Worten:

Was schon um 6 Uhr morgens klar war, wird zur Tatsache:  30 Meter entfernt von den Zelten und Autos und Fressbuden, dafür aber VOR dem Wind die Startstellen aufzubauen ist scheiße.

Der Durchgang muss lt Ian Kaynes annuliert werden, da nur drei Möglichkeiten bestehen:

Unterbrechen

Annulieren

Oder Weiterfliegen

Die meisten hätten bei der TM Sitzung gerade das Weiterfliegen  bevorzugt -  bis auf die Teams natürlich, die gerade um 7 direkt vor den Hütten starten mussten. Und so wurde komplett annuliert.

Eine Wahlmöglichkeit, OB man einen Flug wiederholt, also jeder einzelne Sportler, insbesondere die, die im ersten gerade daneben lagen, gibt es laut Ian's dickem gelben Ordner nicht.

So starten wir jetzt neu, Flugzeit allerdings nur 3 Minuten.

Die Stimmung ist so la la. Im Grunde sind wir nicht zufrieden, vor allem Bernd mit seinem Vollen nicht, aber es muss jetzt auch dringend weiter gehen.

 

F1B 1. Runde

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F1B  1. Runde

Die Startstellen sind entlang des Windes aufgebaut, und der geht genau auf die Autos, die Sicht wird erbärmlich sein . . . Hallo? Geht's noch? Hätte man da nicht gestern draus lernen können?

Dafür geht um 6:53 Uhr laute Musik an, was die Piloten nicht gerade entspannt . . . Take off all your clothes, singt es da, und die Vorstellung ist höchst amüsant.

Startreihenfolge habe ich falsch durchgegeben: Bernd, Michael, Andreas

An unserer Startstelle zwei Mädchen als Zeitnehmer, eine in Trainingsjacke vom FAV Waiblingen, ihr Vater ist LKW Fahrer und hat sie aus Deutschland mitgebracht. Das nehmen wir mal als gutes Zeichen.

Bernd wartet lange, es versetzt die leichten B Modelle so weit, der Kraftflug scheint völlig ausgehebelt, die Modelle versuchen nur sich im Wind zu halten. Aber im Gleitflug halten sie sich dann doch ganz gut, und Bernd startet schliesslich und fliegt völlig ungefährdet sie 4 Minuten - EINZIGE Gefahr ist die Sicht! Und gerade als der Flieger hinter dem nahen Baum ausser Sicht zu fliegen droht, entschliesst er sich nach rechts zu gleiten in offenes Gelände und kann gut gesehen werden.

Micha tritt an, doch während wir warten, wird der Durchgang gestoppt. Wir ziehen um, eine Mischung aus Na endlich und War ja klar!
 

Stechen gestern und Beginn F1B

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Stechen gestern und Beginn F1B

Was für ein Tag gestern! Michael Sondhauß wurde mit dem 10. Platz für einen hochkonzentrierten und soliden Tag belohnt!

Im ersten Stechen bewies er erst Nerven, in dem er lang genug auf gute Luft wartete, dann ein weiteres Mal, indem er den Motor startete, bevor das Thermikteam sich überhaupt entschieden hatte, und nach perfektem Steigflug und Übergang die zu keinem Zeitpunkt gefährdete Maximalzeit von 6 Minuten flog.

Im zweiten Stechen dann leider ein schwächerer Start, nicht ganz gerade, vor allem ein Nicker danach, der ihn viele Meter Höhe und dann am Ende wohl Sekunden gekostet haben wird. Sekunden, die ihm fehlten für einen Platz weiter vorn.

Aber andererseits ist Michaels solide Leistung auch dadurch nicht klein zu reden - ein verdient guter Platz für eine gute Arbeit, auch die des ganzen Teams, der Rückholer vor allem auch. Bei einer WM unter die ersten 10 zu fliegen ist eine tolle Leistung!

Gestern Abend gab es dann auch in der untergehenden Sonne eine gute Kanne Bier, von Michael ausgegeben, wer hat noch nicht, wer will noch mal, das das seinige dazu tat, dass ich, als wir gegen 8 ins Hotel fuhren, kaum noch meiner Sinne oder Schreibfähigkeit fähig war und nur noch schlafen wollte. Na ja, eben duschen und was essen, aber dann nichts wie ab ins Bett, denn heute morgen um 04:20 Uhr klingelte schon wieder der Wecker für den B Tag.

Kaffee gab es da schon im Hotel, und auch schon Tania Andriukova, die extra von der Adria angereist, um Alex heute beizustehen. Obwohl man meint, der ist so professionell, das brauch er gar nicht, gilt als fast nicht zu schlagen. Die heimischen Supporter schreiben uns zwar vom gemütlichen Sofa in Deutschland aus, Mensch, schlag' doch den Alex endlich mal!! Aber Micha meint, dann müsste er ihn wohl abschießen, und dafür ist Alex Andriukov ein viel zu netter Mensch.

Heute Morgen auf dem Flugfeld viel Nervosität. Als wir auf den Platz laufen ein Gehämmer um uns rum wie in einer Schmiede, überall werden Böcke in den Boden gehauen. Doch bald wird das Gehämmer abgelöst von zickigen Diskussionen, wer wie nah an welchem Nachbarn aufbauen darf. Das Übliche halt bei den B Fliegern, denn Klappern gehört wohl zum Handwerk.

Um 7 geht es los. 55 Minuten Rundenzeit, 4 Minuten Flugzeit, eine weitere Überzeit wird für Runde 5 erwartet.

Startreihenfolge ist: Michael, Bernd, Andreas

Und Michas erste Zigarre sorgt schon für Thermik.

 

Ergebnisse F1C

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Einzel:

1.  Shvedenkov, Yury (Canada) 1020 +360 +398 sec.
2.  Burek, Edward (Poland) ++365 sec.
3.  Naaber, Raimond (Estonia) ++360 sec.

10. Sondhauss, Michael 1020 + 360 + 292 sec.
41. Waechtler, Claus-Peter 977 sec.
76. Reinwald, Stefan

Einzel-Ergebnisse im Überblick hier.

Teams:

1.  China
2.  France
3.  United Kingdom

19. Germany

Ergebnisse im Überblick hier.
 

Anlaufen 1. Stechen F1C

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Korrektur: Aringer nur zu Beginn im Vordergrund zu sehen.



 

F1C Stechen

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Es wird zwei Stechen geben, das erste um 17:00 Uhr, und Michael ist dann um 17:30 Uhr in Gruppe 2. (Also noch einmal ein Gruppenstechen, wird es nach dem Beschluß der CIAM ab 2018 nicht mehr geben.)

Die 2. Gruppe ist meiner Meinung nach besser, denn es wird eher weniger Wind, aber sicher immer noch relativ gleiche Thermik geben.
Mittags war der Wind hier immer am stärksten, auch heute, und die 4 Minuten Flugzeit gerade zu dieser Stunde des Tages ist höchst bedenklich. Soll diese Möglichkeit der Überzeiten nicht eher zu thermikarmen Tageszeiten geflogen werden? Morgens eben zum Beispiel?

Im Moment versucht jeder im
Schatten zu entspannen, vielleicht zu dösen, runter zu kommen, so wie zum Beispiel die beiden Schweizer Andrist Brüder auf ihren Luftkissen. Nur die Palme und der Pool fehlen.

Die Rückholer, die enormes heute Morgen leisteten, sind kurz ins Hotel, Franky und Steffen, und hängen wahrscheinlich unterm Air Conditioner, die glücklichen. Auch Thomas Weimer, denn der hatte mit seinem Fahrrad heute morgen noch einen Fehlstart, mitten im Gelände, in voller Fahrt, so berichtete man, und musste das Fahrrad mit einem Achter zurücklassen, siehe Anhang, Volkers Beweisfoto, der ebenfalls den ganzen Morgen im Gelände war.

Ich warte jetzt erstmal auf das nächste Kaltgetränk und sage bis gleich. 16:02 Uhr. Noch eine Stunde.

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F1C: 5. Durchgang

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4 Minuten Flugzeit!!

Micha Sondhauss wartet lange, lässt mit dem Thermikteam ein, zwei Bärte durch, sie aollen was dickes! Und als Bernd, Micha und Andreas zwar schon bedächtig nicken, schmeisst Micha den Motor an, brummt noch "Da ist der Wind" und haut den Flieger hoch, gigantisch hoch, und das halbe wartende Feld hinterher. Ein fetter, satter Max, er könnte zum Abschluss und zum
Einzug ins Stechen nicht schöner sein!
Wobei Micha Sondhauss noch einmal relativiert: Gerd Aringer sei kurz vor ihm geflogen, weiter oben im Feld. Als er den gut sah, hatte er keine Bedenken hinterher zu gehen.

Grosse Erleichterung im Team! Einer hat's geschafft! Und mein Micha scherzt vor lauter Freude mit den Chinesen neben uns, tauft den einen, den er kennt, weil der immer nach Lost Hills kommt, den Kung Fu Panda, ind das chinesische Team bricht zusammen vor Lachen!

Claus Peter gräbt zum
Schluss noch einen Megabart aus. . . . Den hätte er auch verbremsen können, sticheln manche, so hoch war der. Doch dieser deutliche Abschluss tat einfach gut.

Stefan fliegt den letzten nicht mehr.

Jetzt sitze ich unterm Schirm mit Melone, Brötchen und Gösser . . . Der Sprint zur Damentoilette nach Ablauf der letzten Runde versteht sich von selbst.
Stechen soll angeblich um 5 sein, aber davor melde ich mich dann.

F1C 5. DG
 

F1C Tag: 4. Durchgang

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Das Tempo ist enorm im Moment, der Druck aus. Das Thermikteam lässt Micha Sondhaus mE wieder zu lange warten, denn er fliegt immer dem Bart hinterher. Aber ist voll. Ok

Warum Claus Peter bremste, weiss ich noch nicht, aber die Atmosphäre ist zu dicht, um jetzt grosse Fragen zu stellen.
Und es ist heiß, gefühlt affenheiß, und Angelika hat mir schon Limo und Wasser geholt, weil ich seit 8 nicht mehr hier weggekommen bin.
Claus Peter fliegt voll, und ich höre, dass er noch die Trainingseinstellung von gestern hatte und deswegen gebremst hat. Dieser Flug aber jetzt sicher.

Stefan bekommt am Ende wieder einen daneben im Vierten, und zwar richtig. Hat technische Probleme und am Ende läuft ihm die Zeit weg. Dann startet er doch noch, doch das Modell dreht nur oben nach dem Kraftflug und stürzt nicht ganz entfalten fast senkrecht wieder runter. Fast. Gleitet noch ein wenig, 14 Sekunden.
Denken und schreiben und Zeitnehmen wird gerade etwas viel.ich schicke erst mal weg und sortiere später.
 

F1C: Noch immer 3.

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Claus Peter also zieht zurück, Stefan ist fertig, startet, Max u d alle atmen auf. Ist gerade recht hektisch. Das Modell ist geborgen und auf dem Weg zurück. Super, denn wir brauchen es für den Pausenflug.

Der Japaner neben uns hat jetzt den dritten gesteckt.

Laus Peter startet gut. Aber BREMST nach 2 Minuten, loegöt bei 2:17 unten. Was war da los?

Keine Zeit zur Klärung, denn Stefan hat das Pausenfenster.

Stefan kriegt in dem5 Minutenfenster, das wir haben den Motor nicht an. Viele Zuschauer, viel Druck, Nerven zerreissen fast. Aber wir reißen uns zusammen.
Trotzdem: Hut ab, Stefan.

Jetzt 4. Durchgang

 


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